1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Haus gegenüber dritter Stock!", drang es aus dem Funk. „Zweiter im blauen Pkw auf der Rückseite."
    
    „Verstanden! Bereiten Sie die Extraktion vor, wenn Kundschaft vollzählig!", hörte Maya Mangolds Stimme.
    
    „Boah, was ist das krass. Du hast den Spaß, ich darf dir Muschi und Arschloch abwischen, wenn du aufs Klo musst", ätzte Melissa. „Als ob du es gewusst hättest. Meine Mutter lacht sich tot."
    
    Bommel nahm Maya sofort in Schutz. „Dass sie nach ein paar Wochen Ausbildung vielleicht auf Menschen schießen muss, würde für dich an ihrer Stelle klar gehen?"
    
    „Warum nicht? Ist ja unser Job."
    
    Mustafa schüttelte seinen Kopf, warf der Kollegin einen kurzen Blick zu, dann wandte er sich an Sandra, welche ihm gegenüber saß. „Mayas Patrone! Unsere Patrone!" Er zeigte die beiden Munitionssorten, worauf Axel ungläubig seinen Kopf schüttelte. „Die ist dreieinhalb Mal so lang! Als ob sie damit auf Blauwahljagd gehen wollte."
    
    „Vielleicht brauche ich das Ding ja gar nicht." Sie zog die Waffe aus der Halterung unterhalb ihrer linken Schulter und betrachtete sie voller Ehrfurcht.
    
    „Kann ich mal sehen?", fragte Axel neugierig, worauf Maya ihm die riesige Pistole reichte.
    
    „Mein Gott, ist das Teil schwer!" Er versuchte sie anzuheben, schaffte es aber nur für ein paar Sekunden, sie ruhig zu halten. Sandra wollte es auch probieren, lachte aber nur, als sie ihren Arm nicht einmal hochbekam.
    
    „Darf ich sie wiederhaben?", fragte Maya.
    
    Sandra lächelte und hob sie ihr mit beiden ...
    ... Händen entgegen.
    
    „Weißt du, was die Kehrseite ist? Man braucht dich nicht rufen, wenn es um verdeckte Einsätze geht. Da hast du keine Chance, unerkannt zu bleiben."
    
    „Deshalb soll ich ja auch die Rüstung zum Dienst anlegen. Bommel wird sich freuen. Braucht er nicht mehr in die Muckibude gehen", meinte Maya.
    
    Der kräftige Anwärter schüttelte den Kopf. „Allein der Helm wiegt fünfzig Kilo! Du musst ihn übrigens laden, hat Stevens gemeint", wandte er sich zu Mustafa um.
    
    „Die Ersten trudeln ein!", drang es aus dem Funk.
    
    „Maya! Bereit machen! Geht das Ausschalten der Beobachter schief, musst du sofort rein!", hörte sie Mangolds Stimme. „Blockadeteams 1 bis 4 sind auf Position. Ihr sperrt die Zufahrten und Nottüren. Ihr lasst niemanden raus!" Es knackte im Funk. „Klein! Du bringst sie über die Kasse raus. Dort warten unsere Dortmunder Schätze und nehmen sie in Empfang. Viel Erfolg!"
    
    Maya lehnte sich an und schloss ihre Augen! Ruhig werden! Souverän bleiben! Es würde so sein wie damals im Kanal. Sie klärte die Sache und versuchte dabei, niemandem wehzutun.
    
    „Es nähert sich jetzt ein Fahrzeug!", hörte man einen Beobachter aus dem Funk. „Schranke geht hoch, der erste ist drin."
    
    „Bleib ruhig, Süße! Das wird schon!", meinte Juliane und griff nach Mayas rechter Hand.
    
    „Klein soll sich bereit machen!" Mangolds Stimme überschlug sich.
    
    Bommel hob vorsichtig den Helm an Mayas Kopf, während Sandra deren Pferdeschwanz unter Kontrolle brachte. Melissa näherte sich mit dem ...
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