1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... jammervollen Haufen freiwillig gemeldet hätte."
    
    Maya lächelte. „Eigentlich hat sie mich ganz lieb!"
    
    Von Krolm hielt ihr den Mittelfinger als Antwort hin.
    
    „Den brauche ich vielleicht später, wenn ich muss. Weißt schon, von wegen Arschabwischen und so."
    
    Die Kollegin sah sie ehrlich schockiert an, dann grinste sie zurück.
    
    Die Fahrt dauerte 10 Minuten, in denen Maya versuchte, ihre Eindrücke zu dem zurückliegenden Einsatz zu verarbeiten. Aber auch das von Serverin Gesagte beschäftigte sie sehr. Würde sie weiter diesen Dienst leisten, würde sie sich schützen müssen. Das, was ihr Vater prophezeit hatte, war damit eingetreten. Ein wesentlicher Teil ihrer Freiheiten würde verloren gehen.
    
    Sie dachte an die Männer in der Garage. Sie hatten ohne lange zu überlegen auf sie geschossen und sogar eine Handgranate nach ihr geworfen. Was wäre mit anderen Polizisten in solch einer Situation passiert? Wen hätte es heute erwischt? Einen Mann? Eine Frau? Hätten sie Kinder gehabt?
    
    Was für eine Scheiße! Jetzt, wo sie wusste, was sie zu leisten vermochte, konnte sie schlecht einen Rückzieher machen. Sie hatte doch selbst gesehen, was sie zu bewirken vermochte. „Dienst an den Menschen!" Mangold hatte ihr damit sprichwörtlich jedes Anrecht auf ein eigenes Leben entzogen. Wahrscheinlich nicht einmal mit Absicht.
    
    Sandra telefonierte mit ihrer Tochter. Sie hatte eine Eins im Unterricht bekommen und wollte erzählen. Aus Erzählungen wusste Maya, dass die Kleine vor allem bei ihren ...
    ... Großeltern aufwuchs. Auch Sandra brachte also Opfer für die Allgemeinheit, indem sie darauf verzichtete, das eigene Kind aufwachsen zu sehen.
    
    „Wir sind gleich da", hörte Maya aus der Bordsprechanlage. Die Frauenstimme klang sehr nett.
    
    „Iss noch den Riegel auf, dann heben wir das Teil auf deinen Kopf und packen dich wieder ein", meinte Bommel. Er wartete, bis der Wagen gehalten hatte, ging in die Knie und hob den Helm an, während Mellisa das Mundstück aus der Halterung löste.
    
    Maya hatte sich schnell an ihren Kopfschutz gewöhnt. Man hatte wirklich alles getan, um ihn so komfortabel wie möglich zu gestalten. Feuchtkühle Luft umgab sie, die viel reiner und sauberer schien als die, welche man sonst atmete.
    
    „Klein zur Einsatzbesprechung ins Führungsfahrzeug!", befahl Mangold.
    
    Maya stand nach vorn gebeugt von ihrem Spezialsitz auf, stieg aus dem Wagen aus, der sich von ihrer Last befreit ein Stück weit aufrichtete, und trat an den etwas kleineren Einsatzbus heran, welcher bereits von einer größeren Gruppe SEK-Beamter umstellt worden war, die sich auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten suchten. Sie wirkten erleichtert, als sie Maya sahen. Wahrscheinlich hatten sie schon von ihrem ersten Einsatz gehört.
    
    „Hallo! Ich bin die Maya!", stellte sie sich den Männern vor.
    
    Diese grüßten zurück und nahmen sie neugierig in Augenschein. Hier und jetzt konnte sie nichts Respektloses hören.
    
    Mangold stand vor einem Bildschirm und besprach Details mit Flacker und Brassi. ...
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