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Die Abenteuer der Maya Klein 01
Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... ausgelaugt. Nicht physisch, das war bei ihr selten der Fall, aber psychisch. Es war heute viel zu viel gewesen. Kaltes Wasser? Das war Eis, in welches man sie heute getaucht hatte. Dennoch, sie war den hohen Erwartungen gerecht geworden. Auch, dass sie sich beim zweiten Einsatz gefügt und selbst die Lage als sehr unberechenbar eingestuft hatte, war honoriert worden. Dass sie nicht feige war, wusste man ja bereits. Hunger hatte sie keinen. Es ärgerte sie. Sie brauchte nur drei oder vier Riegel essen, die ein wenig nach Müsli schmeckten, und sie fühlte sich satt. Wie viele Kalorien diese Teile hatten, mochte sie sich gar nicht vorstellen. Dennoch hätte sie jetzt gerne etwas Leckeres gegessen. Wilma bellte! Es hatte drei Wochen gedauert, bis die Hündin das getan hatte. Jetzt aber freute sie sich, wenn Maya kam, umschwänzelte sie, suchte ihre Hand zu lecken und biss vorsichtig hinein, um sie zur Couch zu führen. Dort sollte sie sich, wenn es nach dem Hund ging, setzen, damit sie sich dann zu ihr legen und mit auf ihrem Oberschenkel abgelegtem Kopf entspannt ruhen konnte. So schloss sie die Tür auf, hörte die Tapser der Dogge, da tauchte sie auch schon auf und freute sich. Maya ging in die Knie, umarmte das Tier, fühlte die riesige Zunge durch ihr Gesicht fahren, dann wie es jaulte. „Maya!" Der Ruf ihres Namens klang besorgt. Eilige Schritte, da tauchte Günter auf, gefolgt von Sandra und Lars. „Ist etwas passiert?", fragte Maya erschrocken. Sie dachte sofort ...
... an Saskia, die nicht zu sehen oder zu hören war. „Sag du es uns! Bist du in Ordnung, Kind?" Sandra scheuchte den Hund weg und zog Maya entschlossen mit sich. Sie nahm sich nicht einmal die Zeit, ihr Pflegekind zu umarmen. „Du bist bewaffnet?", hörte Maya Günters verwunderte Stimme. „Ich muss sie jetzt tragen. Finde es selbst Scheiße", erklärte sie dem Sohn. „Und warum?", fragte Lars kleinlaut. „Ich soll ab sofort jederzeit einsatzbereit sein." „Dann warst du das heute in dem Parkhaus?", fragte Sandra gereizt. Maya sah sie an und wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Sie war keine gute Lügnerin. Sie zog es vor, gar nicht zu antworten, was letzten Endes Sandras Frage ohnehin bejahte. „Sie schicken dich nach sechs Wochen Ausbildung in eine Schießerei? Sind die verrückt?" Maya blickte in die Runde. „Warum glaubt ihr das?" Günter zeigte ein Video. Ein junger Mann war zu sehen, der völlig verunsichert in die Kamera sprach. „Ich war in der Garage, als dieser riesige Kerl auf mich zukam. Vielleicht war es auch ein Roboter? KI oder so? Man weiß ja gar nicht mehr, mit was die einem alles so kommen." Maya zog sich der Bauch zusammen. Das war der junge Mann, den sie an der Rampe festgenommen hatte. „Was haben Sie gesehen?", fragte ein Reporter. „Das Teil kam auf mich zu, brüllte ‚Polizei', in dem Moment, in welchem ich mir eingepisst habe vor Angst." Er zeigte auf einen großen Fleck im Schritt seiner Hose. Er schien ihm in diesem Moment überhaupt ...