1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... nicht peinlich zu sein. „Das Ding war doppelt so groß wie ich. Es nahm mich in einen Polizeigriff und trug mich wie ein Kleinkind zu anderen Polizisten, welche mich dann festgenommen haben. Ich wollte doch nur ein paar Dosen leer machen. Das Parkhaus wäre doch sowieso neu gestrichen worden. Nur ein paar neue Muster ausprobieren, mehr nicht. Jetzt zeigen sie mich wegen Sachbeschädigung an, während da unten Sachen explodierten und rumgeballert wurde."
    
    „Haben Sie sonst noch etwas gesehen oder gehört?", fragte der Mann vom Fernsehen. „Die haben mich in Deckung gezerrt, als ein weiterer Mann abgeführt wurde, diesmal von maskierten Polizisten. Dann wurde geschossen. Da ballerte die ganze Zeit ein Maschinengewehr rum. RATATA-RATATA", machte der junge Mann die Geräusche nach. „Und kurz darauf dann BOOOOOOOOOOOOMMMMMMM!", er spuckte bei diesem Geräusch auf die Linse der Kamera, während er mit einer kreisförmigen Bewegung seiner Arme das Geräusch symbolisch zu untermalen versuchte. „Oh, Entschuldigung!" Es schien ihm peinlich zu sein.
    
    Maya sah sich den ganzen Beitrag an, verzweifelt nach einer Ausrede suchend. Doch zum Schluss wurde ein großes roboterhaftes Wesen gezeigt, das in atemberaubender Geschwindigkeit zu einem Transporter hechtete. Welcher übrigens jetzt vor dem Haus ihrer Gasteltern stand.
    
    „Kann ich mich hinsetzen? Es war ein anstrengender Tag."
    
    Die Familie zeigte Mitleid. Sandra schien jedoch wütend auf den Bericht zu reagieren. „Sechs Wochen! In was für einem ...
    ... Land leben wir eigentlich? Du bist nicht einmal volljährig und trägst eine Waffe?"
    
    „Darf ich sie mal halten?", fragte Günter Maya interessiert, das riesige Griffstück unter ihrer linken Achsel betrachtend.
    
    „Nein!", kam kurzangebunden die Antwort.
    
    Sie setzte sich auf die Couch, worauf Wilma sofort an ihre Seite kam. Lars meinte, die Hundedame würde sich bei ihr aufgrund ihrer Größe am sichersten fühlen.
    
    „Hatten sie wenigstens einen guten Grund?", fragte Lars schließlich. „Ich meine einen, den du akzeptieren konntest?"
    
    „Ohne mich wären heute Menschen gestorben. Entweder Männer dort unten oder jemand von der Polizei. Ich konnte alles regeln und so gab es nur zwei Verletzte. Ich schien instinktiv alles richtig gemacht zu haben."
    
    Sandra schloss ihre Augen. „Und du zählst jetzt eins und eins zusammen?"
    
    Maya nickte. „Ich wurde dazu gemacht, oder? Kann das sein? Ich meine, dass ich weiß, wie das alles geht?"
    
    Die gelehrte Freundin setzte sich an ihre freie Seite, einen angewiderten Blick auf die Waffe richtend. „Tiere und Menschen haben Instinkte. Sie werden tief in der DNA gespeichert, aber dass man diese beeinflussen kann, halte ich für schwer vorstellbar."
    
    Lars setzte sich auf die gegenüberliegende Seite der Couch, gefolgt von seinem Sohn. Beide sahen interessiert zu Maya hinüber. „Was heißt gemacht?", fragte der Sohn.
    
    „Ihr müsst schweigen, wenn ich es euch erzähle, richtig? Wegen des Psychologen?", fragte Maya.
    
    Günther lachte. „Also ich nicht...", er ...
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