1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... verwirrt auf das Handy auf dem Tisch herunter, welches Maya vorhin dort abgelegt hatte. Es war kein Anruf oder Nachricht eingegangen.
    
    Maya richtete ihren Oberkörper auf, hob vorsichtig den großen Hundekopf von ihrer Hüfte herunter und stand auf, worauf Wilma aus ihrem Schlaf schreckte. Auch sie schien jetzt jemanden gehört zu haben und lief Maya hinterher, ein vorsichtiges Bellen verlauten lassend.
    
    „Du bist hier? Wie geil ist das denn?", hörte die Familie die Stimme ihres Gastes.
    
    „Ich wollte dich sehen. Zuhause sind alle wie wahnsinnig. Kannst du dir vorstellen, wie deine Eltern reagiert haben? Die wären am liebsten hergefahren und hätten das Präsidium gestürmt. Frau Gollwig hat das gerade noch so verhindern können." Sascha ließ sich von Maya umarmen, ließ sich den Kuss gefallen und zog seine Schuhe aus. „Warum bist du nicht erreichbar? Hast du vergessen, das Handy zu laden?"
    
    Maya wunderte sich. Es war doch die ganze Zeit angeschaltet gewesen.
    
    „Was ist das?" Saschas Blick fiel jetzt auf das Griffstück der riesigen Pistole.
    
    Sandra seufzte. „Man möchte, dass ich sie jetzt trage. Ich soll sie auch mit nach Hause nehmen. Man wollte auch mit deinen und meinen Eltern sprechen. Ich soll überall, wo ich mich länger aufhalte, einen Tresor bekommen."
    
    „Dir ist klar, dass Falk ausrasten wird, oder?" Sascha sah interessiert auf das Monstrum herunter. „Darf ich sie mal halten?"
    
    Maya zögerte. Wenn er sich dafür interessierte, stimmte ihn das vielleicht ...
    ... versöhnlicher. „Setzen wir uns, okay? Günter wollte auch und ich habe eigentlich nein gesagt."
    
    Sascha folgte ihr in das Wohnzimmer, wo die Familie aufgestanden war, um ihn zu begrüßen. Wilma war unterdessen wieder hinter dem Sofa verschwunden und sah über dessen Lehne hinweg.
    
    Er umarmte die Gasteltern Mayas, ließ seine Hand in die von Günter klatschen und nahm dann neben seiner Freundin auf dem Sofa Platz.
    
    „Du warst das heute?"
    
    Maya nickte. „Ja, ich war sehr gut." Sie zog die riesige Pistole aus dem Halfter, entlud sie, zog kurz am Schlitten, um in ihren Lauf zu blicken, dann reichte sie die Waffe mit dem Griffstück voran an Günter weiter. Der sah sie ungläubig an.
    
    „Jetzt doch?"
    
    Sie lächelte. „Du gibst Ruhe, Sascha quengelt so lange, bis ich sie ihm gezeigt habe."
    
    Günter griff nach der Waffe, unterschätzte ihr Gewicht und hätte sie beinahe fallengelassen.
    
    Sandra schrak zusammen, während Wilmas Kopf sofort wieder hinter der Couch verschwand. „Mach sie nicht kaputt!" Sie sah verstört auf das klobige Ding. Eigentlich wäre es ihr ganz recht gewesen. Mit solch einem Gerät wurde verletzt und getötet, was ihrem ganzen täglichen Handeln widersprach.
    
    Günter versuchte, mit der Waffe zu zielen, doch es gelang ihm nicht. Er war nicht in der Lage, sie mit einer oder zwei Händen anzuheben.
    
    „Musst doch ins Fitnessstudio, Sohn!", meinte der Vater und fragte, ob er auch mal durfte.
    
    Günter reichte sie ihm, kratzte sich verlegen an seinem Hinterkopf und sah zu Maya hinüber. ...
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