1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... schüttelte. „Geh Platz, Hübsche!"
    
    Der Hund jaulte, dann legte er sich vor dem Bett auf dem Teppich ab.
    
    Am nächsten Morgen stand Maya nach einer viel zu kurzen Nacht wieder auf. Sie ging runter ins Erdgeschoss, gefolgt von Wilma und ließ das Tier durch die Terrassentür hinaus in den Garten. Es war halb sieben und das Bad noch frei. Sie wollte sich dennoch beeilen. Lange würde es nicht dauern, bis Lars und Sandra ihren Tag beginnen mussten.
    
    Wie ruhig sie geschlafen hatte. Saschas Nähe hatte ihr ein so wichtiges Gefühl gegeben. Geborgenheit, Vertrautes, diese besondere Art von Wärme, welche sie nur bei ihm spürte. Sex? Wäre schön gewesen, aber im Moment war dieses Verlangen nicht vordergründig für sie.
    
    Die Dusche fühlte sich fantastisch an. Sie hielt die Wärme des Wassers für ein paar Minuten aufrecht, dann wechselte sie auf kalt. Kurz fröstelte sie, da hatte sich ihr Körper schon darauf eingestellt.
    
    „Süßer?" Sascha schmatzte und schien nicht willens zu sein, ihrem Rufen zu folgen. „Schatz!" Er brabbelte unverständlich vor sich hin und Speichel drohte aus seinem Mundwinkel zu tropfen. Vorsichtig wischte sie ihn weg, küsste ihn auf die Stirn, während Wilma ihren Kopf durch den Türspalt steckte. Der Hund schien wirklich ein Verhältnis zu ihr aufgebaut zu haben. „Der pennt, Süße, was soll ich machen?"
    
    Wilma sah sie mit schiefgelegtem Kopf an, während Maya auf ihren Freund zeigte. „Der! Ich wollte ihn wecken, aber er schläft einfach weiter. Ist das ...
    ... gemein?"
    
    Die Hündin wedelte mit dem Schwanz und schnappte in die Luft. Sie lief auf Maya zu, ließ sich von ihr herzen, dann sprang sie in Richtung Bett und leckte Sascha über das Gesicht.
    
    Der schrak auf, fuhr sich mit beiden Händen durchs Gesicht und sah sich entgeistert um. „Warst du das oder Wilma?", fragte er verschlafen.
    
    Maya lachte schallend. Kaum wach wurde er schon frech. Sie war gerade dabei, in den Overall zu steigen.
    
    „Was ist das denn für ein Ding? Schaut irgendwie aus wie ein Surferbody. Aber geil schaut es an dir aus. Krass. Gibt es da Möglichkeiten?" Er stieg aus dem Bett und prüfte, wie sich der Stoff für ihn anfühlte.
    
    „Na eigentlich soll das Ding vor Penetrationen schützen", lachte Maya und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. „Wasch dir mal das Gesicht, damit ich dich auch küssen kann und nicht nur Wilma."
    
    Der Hund setzte sich sofort an Mayas Seite und blickte zu ihr auf.
    
    „Die ist dein Fan geworden, durch und durch. Hoffentlich werden sie in der Familie nicht eifersüchtig."
    
    Maya streichelte über den Hundekopf, wollte aber nichts darauf erwidern. Wilma hatte es sehr gut bei den Henschels. Sie kniete sich vor den Tresor, gab die Zahlenkombination ein und entnahm ihm anschließend das Holster mit der Waffe.
    
    „Dass du jetzt ‚ne Kanone hast, finde ich schon irgendwie cool! Was denkst du, was die Kinders in Dortmund für Augen machen werden, wenn du damit um die Ecke kommst."
    
    Maya schüttelte ihren Kopf, während sie sich Jeans und Shirt überzog. Sie ahnte ...