1. Klassentreffen #11


    Datum: 01.08.2026, Kategorien: Transgender,

    Klassentreffen #11
    
    Mit einem Kuss weckte er mich am anderen Morgen.
    
    „Hast du gut geschlafen, mein Liebling?"
    
    „Ja, in deinen Armen kann man nur gut schlafen."
    
    „Komm frühstücken." „Ich muss um neun Uhr ins Geschäft."
    
    Verschlafen stand ich auf, zog mir einen Bademantel an und folgte ihm in die Küche. Dort hatte er schon das Frühstück vorbereitet.
    
    „Ich werde von dir richtig verwöhnt."
    
    „Was macht man nicht aus Liebe." Er schenkte mir Kaffee ein und sagte ohne Umschweife: „Ich habe über deinen Wunsch, eine Brustvergrößerung zu machen, nachgedacht." „Wie willst du das anstellen?"
    
    „Ich habe mich bereits erkundigt." „Cornelia hat sich Implantate einsetzten lassen, sie kennt einen Chirurgen, der das gegen ein entsprechendes Honorar macht."
    
    „Die Vorstellung, dich mit einem Busen zu sehen, ist sehr reizvoll, muss ich dir gestehen." „Ich möchte dir jedoch die Entscheidung selbst überlassen, ob du es machen willst."
    
    „Ich möchte es machen." „Wenn du nichts dagegen hast, dann möchte ich den Eingriff vor unserer Hochzeit machen lassen."
    
    „Nein, ich habe nichts dagegen, im Gegenteil, ich würde mich freuen." „Übrigens, ich habe meine Mutter angerufen und ihr die Neuigkeit erzählt."
    
    „Und was hat sie gesagt?"
    
    „Sie freut sich für uns." Die Hochzeit will sie ausrichten. Es soll eine Feier im engsten Freundeskreis werden, hat sie vorgeschlagen. Tante Elisabeth hat sich auch für uns gefreut. „Sie will dir unbedingt das Hochzeitskleid, das du neulich bei ihr ...
    ... probiert hast, schenken, aber nur unter einer Bedingung: dass du für sie modelst."
    
    „Sie gibt wohl nie Ruhe, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat."
    
    „Nein, das tut sie nicht, aber das habe ich dir ja schon gesagt." „Wann fährst du eigentlich wieder zurück nach Regensburg?"
    
    „Um neunzehn Uhr fährt mein Zug." „Kannst du mich zum Bahnhof bringen?"
    
    „Selbstverständlich." „Du kannst mich aber mit Mutters Auto ins Geschäft fahren und dann kommst du gegen achtzehn Uhr und wir fahren dann zum Bahnhof."
    
    „Gern, wann willst du fahren?"
    
    „Wenn du fertig bist."
    
    „Ich beeile mich." Schnell ging ich in mein Zimmer und zog mich an. Da ich wieder vorhatte, als Frau zu reisen, zog ich mir einen gelben Slip, den passenden BH, halterlose Strümpfe, einen Unterrock, den Rock und einen leichten Pulli an. Schwarze Stöckelschuhe mit fünf Zentimeter hohen Absätzen rundeten mein Aussehen ab.
    
    Punkt neun Uhr setzte ich Henry vor seinem Geschäft ab.
    
    „Was hast du heute noch vor?"
    
    „Ich gehe noch ein bisschen bummeln." „Dann viel Spaß."
    
    „Danke." Ich fuhr in ein Parkhaus und ging in die Stadt. Ohne ein Ziel vor Augen schlenderte ich durch die Straßen. Ging von Geschäft zu Geschäft, probierte einige Sachen an, ohne jedoch etwas zu kaufen. Ich wollte wissen, ob ich als Mann erkannt werde. Doch nichts geschah. Die Verkäuferinnen in den Geschäften waren alle sehr freundlich zu mir. Wenn sie mich als Mann erkannt hätten, so gingen sie darüber hinweg.
    
    Anschließend setzte ich mich an ...
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