1. Meine Schwiegertochter


    Datum: 02.08.2026, Kategorien: Romantisch

    ... festgestellt wurde, dass sie Krebs im Endstadium hat, der bereits alle inneren Organe angegriffen hat und nicht mehr zu operieren ist. Die Ärzte geben ihr noch maximal ein halbes Jahr und dann würde sie endlich von diesen Schmerzen erlöst. Sie ist schon seit 3 Monaten krank geschrieben und wird wohl auch nicht mehr arbeiten können.
    
    Ich war am Boden zerstört und mir standen die Tränen in den Augen. Wir saßen lange am gedeckten Frühstückstisch und beide hatten wir keinen Appetit. Ingrid trank Tee und ich Kaffee. Erst, als sie geendet hatte und sich in meine Arme schmiegte, wurde mir das ganze Ausmaß bewusst. Meine Frau starb und ich konnte nichts dagegen machen.
    
    "Klaus, ich habe alles geregelt und bitte dich nur, sei bei mir, wenn es so weit ist. Du warst mir immer ein guter Ehemann und ich hoffe, dass du mich auch ein bisschen magst. Bitte sei bei mir, ich habe doch nur noch dich."
    
    Ich versprach es ihr und wusste doch nicht, wie ich es machen sollte. Nach einer Zeit der Überlegung stand ich auf und holte mein Telefon. Nach einer sehr emotionalen Diskussion mit dem stellvertretenden Chef, der Alte war leider nicht da, in der ich bis zur Drohung der sofortigen Kündigung ging, einigten wir uns darauf, dass ich die Abnahme des Kraftwerkes noch mit begleiten würde und dann meine Überstunden, den Urlaub dieses Jahres nahm und wenn dies nicht reichte, unbezahlt frei gestellt wurde. Innerlich kochte ich, denn so viel Unverständnis und Arroganz hätte ich nicht ...
    ... erwartet.
    
    Ingrid hatte die ganze Diskussion mit Anteilnahme verfolgt und strich mir zart über die Hand.
    
    "Klaus, es wird nach mir noch ein Leben für dich geben. Mach dir deinen geliebten Job wegen mir nicht kaputt. Aber danke, dass du für mich da bist."
    
    "Ingrid, jetzt zählst nur du und ich bedaure sehr, dass ich noch mal los muss. Wenn du mich brauchst, ruf durch und ich komme nach Hause."
    
    Abends kam Karin nach Hause und sah gleich nach ihrer Schwiegermutter. Dann sah sie mich an und ich nahm sie in die Arme und drückte sie an mich.
    
    "Danke, meine Kleine, danke, dass du für meine Frau da warst. Danke, danke!"
    
    Karin versteifte sich in meinen Armen und wurde puterrot. Fast fluchtartig verließ sie uns und erst als ich sie zum Abendbrot rief, kam sie zögernd zu uns und setzte sich erst, als Ingrid sie dazu aufforderte. Ich machte ihr klar, dass ich noch einmal weg muss und bat sie, sich weiterhin um Ingrid zu kümmern. Dann wäre ich da und würde übernehmen.
    
    Nach zwei Tagen musste ich los und meldete mich bei der Firma ab. Diesmal war der Alte da und brachte zum Ausdruck, dass sie mir sehr dankbar wären und ich natürlich auf sie zählen dürfte. Ganz anders als der Stellvertreter.
    
    Die drei Wochen waren nicht nur wegen der Arbeit anstrengend sondern auch wegen der Sorgen um meine Frau. Als ich nach Hause kam, sah ich auch als Laie, dass es mit meiner Frau schlecht stand. Am Abend kam unser Hausarzt und nachdem er sie sorgfältig untersucht hatte, sah er mich an und schüttelte ...