1. Meine Schwiegertochter


    Datum: 02.08.2026, Kategorien: Romantisch

    ... leicht den Kopf. Er lies noch ein Rezept für Schmerztabletten da und meinte zu mir, dass sie diese nach Bedarf nehmen kann.
    
    Auf dem Wege nach draußen drückte er meine Hand und meinte, dass es nicht mehr lange dauern würde. Ich solle ihn anrufen.
    
    Es dauerte doch noch fast einen Monat und dann erlosch meine Frau. Ihre letzten Worte richteten sich an ihren Gott, den sie um Vergebung für ihre Sünden bat und an mich, den sie bat, auf die Kinder aufzupassen. Dann schloss sie die Augen und schlief wohl ohne Schmerzen ein. Nach mehr als 3 Stunden atmete sie noch einmal schwer und dann war sie bei ihrem Gott. Mich erfasste eine tiefe Trauer und alles in mir war leer.
    
    Wie unter Drogen erledigte ich die notwendigen Dinge und war froh, dass Karin und Frank da waren.
    
    Die Beerdigung war eine riesige. Viele der Anwesenden kannte ich nicht und bei manchen stieß mich die schleimige Art ab. Frank war noch schlimmer dran als ich. Er, der sensible und in sich gekehrte Sohn, litt und auch Karin, die mir in den letzten Tagen eine große Stütze war, konnte ihn nicht aufmuntern. Ich glaube fast, er ließ sie auch nicht an sich ran.
    
    Dann kam die Testamentseröffnung, die für mich und noch mehr für meinen Sohn eine Überraschung war. Der Notar verlas nicht nur das Testament, in dem sie mich als Erben einsetzte sondern nannte auch die Daten der Erbmasse. Zu meinem Erstaunen war das Guthaben auf dem Konto meiner verstorbenen Frau wesentlich niedriger als erwartet. Frank erhielt aus diesem ...
    ... Konto die Hälfte und für das Haus einen zusätzlichen Betrag von 150 TEUR:
    
    Dann war auch dieser letzter Schritt gegangen. Erst als ich zu Hause war, kam der Gedanke wieder und ich fragte mich, wo denn der restliche Batzen Geld geblieben ist, der eigentlich auf dem Konto meiner Frau liegen müsste. Dann erinnerte ich mich an den Briefumschlag, den mir der Notar überreicht hatte und dabei sagte, dass er mir diesen Brief im Auftrage meiner Frau überreiche und ich ihn erst zu Hause lesen soll.
    
    Ich setzte mich in einen der großen Sessel, nahm mir ein Glas Rotwein und öffnete den Briefumschlag. Meine Frau hatte mir einen langen Brief geschrieben und sich für meine Liebe und mein Verständnis bedankt. Mit trieben ihre Worte die Tränen in die Augen.
    
    Auf der zweiten Seite wandte sie sich mehr den weltlichen Dingen zu. Sie teilte mir mit, dass sie schon vor Jahren ein Großteil ihres Geldes auf ein Konto mit meinem Namen eingezahlt hatte. Sie begründete es damit, dass sie für den Fall des Falles vorsorgen wollte und von mir wusste, dass ich nie ohne ihr Wissen und ihre Genehmigung über dieses Geld verfügt hätte. Ein weiterer Gedanke war, dass sie Frank für sehr schwach halte und sie nicht wisse, wie er mit so viel Geld umgehen würde. Sie nannte mir die Bank und die Konto-Nummer.
    
    Abschließend bat sie mich, auf Frank und seine Frau aufzupassen.
    
    Ich saß lange und dachte an sie und ihre Liebe.
    
    Nachdem ich die Dinge mit der Bank geklärt hatte und der Notar mir mitteilte, dass das ...