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Die erste Regung
Datum: 03.08.2026, Kategorien: Fetisch
Ich bin 24, examinierte Krankenschwester seit knapp einem Jahr. Noch jung, noch idealistisch, sagen viele. Aber mir ist es ernst. Ich liebe diesen Beruf -- trotz der Überstunden, der Nachtschichten, der Einsamkeit auf den Gängen. Ich arbeite in einer psychiatrischen Einrichtung, eine alte Klinik außerhalb der Stadt, umgeben von Feldern und düsteren Wäldern. Mein Dienst beginnt um 21 Uhr, endet um sechs. Neun Stunden durch die Nacht, in einem Haus, das mehr bewacht als gepflegt wird. Heute ist Dienstag. Ich komme früh, wie immer. In der Umkleide herrscht Stille, nur das entfernte Brummen des Hausgenerators ist zu hören. Ich ziehe meine weiße Hose an, dann das weiche Oberteil. Frisch gewaschen, leicht nach Desinfektionsmittel riechend. Ich binde mir mein hellbraunes Haar zu einem festen Zopf, schiebe mir die Strähnen hinters Ohr und kontrolliere meine Wimperntusche im Spiegel -- unauffällig, dezent. So wie es sich gehört. Ich stecke mein Handy in die Tasche, werfe einen letzten Blick auf Max' Nachricht: „Schlaf gut, meine Schöne. Bald ist Wochenende, dann gehörst du mir." Ich lächle. Max ist mein Verlobter. Seit zwei Jahren sind wir zusammen, nächstes Jahr wollen wir heiraten. Wir wohnen gemeinsam in einer kleinen Wohnung mit Blick ins Grüne. Es ist ruhig bei uns, fast zu ruhig manchmal. Der Sex ist okay, mehr nicht. Aber ich liebe ihn -- weil er zuverlässig ist, liebevoll, treu. Ich weiß, er würde niemals fremdgehen. Und ich? Ich dachte immer, ich wäre genauso. Bis ...
... vor ein paar Tagen. Ich laufe über den langen Flur zu Station 4 -- dem geschlossenen Bereich. Dort liegt er. Patient 12C. Sein richtiger Name wurde uns nie genannt. Es heißt nur, er sei in einer forensischen Einrichtung untergebracht worden, weil keine Haftanstalt ihn behalten wollte. Zu gefährlich. Zu gestört. Ein Wiederholungstäter mit aktenkundigen Vergewaltigungen. Drei junge Frauen. Alle schwer verletzt. Er soll... ich schlucke... so riesig sein, dass er sie dabei innerlich zerrissen hat. Anal, stand in der Akte. Immer anal. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich ihm zum ersten Mal begegnete. Vor einer Woche. Ich hatte die Abendrunde übernommen, war mit der Medikamentenschale unterwegs. Zimmer 12C. Die Tür war doppelt verschlossen, innen war er ans Bett fixiert -- Arme, Beine, Brust. Er konnte sich nicht rühren, nicht aufstehen, nicht greifen. Nur sprechen. Und das tat er. „Du bist hübsch", hatte er gesagt. Seine Stimme war tief, rau, irgendwie brüchig. „Ich will dich aufreißen. Will dich fühlen, wie die anderen." Ich hatte nichts erwidert. Nur geschluckt, ihm das Tablett hingestellt und den Raum verlassen. Doch sein Blick brannte sich in mich ein. Und sein Satz ließ mich nicht los. Seitdem träume ich nachts davon. Nicht von Gewalt. Sondern von der Fantasie, wie es wäre -- ihn zu spüren. Ihn ganz. Mich hinzugeben. Ihn tief in mir zu fühlen, obwohl ich weiß, dass ich es nicht aushalten würde. Ich schäme mich für diese Gedanken. Ich habe Max. Ich ...