1. Die erste Regung


    Datum: 03.08.2026, Kategorien: Fetisch

    ... verhüte nicht, weil wir ein Kind wollen. Weil ich ihm vertraue. Aber in meinen Tagträumen war es nicht Max, der mich in der Nacht nahm. Es war dieser Fremde. Dieser fixierte Körper mit seinen langen Gliedmaßen, seinem abartigen Schwanz und seiner animalischen Präsenz.
    
    Ich klingle mich auf Station 4 ein. Die Nachtschwester nickt mir zu, übergibt kurz, dann ist sie verschwunden. Ich bin allein mit sechs Patienten -- vier davon ruhiggestellt, einer schläft, und einer... ist wach. Ich weiß es. Ich spüre es.
    
    Ich drehe die Runde. Kontrolliere Puls, Temperatur, überprüfe die Katheter, fülle die Pflegeberichte aus. Alles wie immer. Mechanisch. Doch mein Blick schweift immer wieder zu Tür 12C. Ich weiß, dass er wach ist. Ich kann ihn fast hören -- sein schweres Atmen, das Knarzen der Gurte, wenn er sich rührt. Und ich weiß, dass ich irgendwann in dieser Nacht dorthin gehen werde. Wieder. Nur um zu sehen, wie er mich ansieht. Nur um zu hören, wie seine Stimme meinen Namen sagt.
    
    Ich weiß nicht, warum ich das will.
    
    Doch ich will es.
    
    Teil 2 -- Der Blick durch die Tür
    
    Ich versuche, mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Ich desinfiziere die Oberflächen im Pflegezimmer, kontrolliere den Medikamentenbestand, räume das schmutzige Geschirr aus dem Aufenthaltsraum. Doch meine Gedanken kehren immer wieder zu ihm zurück. Immer wieder.
    
    Ich stelle mir vor, wie er daliegt. Nackt unter dem Krankenhaushemd, die Haut muskulös, unruhig atmend. Wie er mich anschaut mit diesen ...
    ... dunklen Augen -- voller Hunger, voller Trieb. Er war nicht alt, vielleicht Mitte 30, aber etwas an ihm wirkte älter. Verbraucht, gezeichnet. Und doch... gefährlich lebendig.
    
    Ich weiß, ich sollte mir das nicht erlauben. Ich bin Krankenschwester. Ich habe Verantwortung. Ich habe einen Verlobten. Aber genau das ist es vielleicht -- diese Grenze, die so verboten ist, dass sie mich anzieht. So sehr, dass ich mich selbst nicht wiedererkenne.
    
    Es ist kurz nach Mitternacht, als ich zum dritten Mal an der Tür seines Zimmers vorbeigehe. Zimmer 12C. Ich bleibe stehen. Mein Herz klopft schneller. Ich höre nichts -- doch ich spüre ihn. Irgendetwas zieht mich magisch an. Ich öffne den kleinen Sichtschlitz in der Tür.
    
    Da liegt er. Auf dem Rücken. Die Arme und Beine fest in den Gurten. Der Brustgurt liegt eng über seinem Oberkörper, hebt und senkt sich mit jedem tiefen Atemzug. Die Decke ist zur Seite gerutscht, das dünne Hemd über seinen Hüften spannt sich. Ich kann nicht anders. Ich starre.
    
    Seine Augen sind offen. Und er sieht mich.
    
    Ein Lächeln huscht über seine Lippen -- langsam, schwer, wissend. Dann spricht er. Ganz ruhig.
    
    „Du bist wieder da."
    
    Ich erschrecke. Schließe den Sichtschlitz. Lege die Hand auf mein Herz. Es hämmert. Doch ich gehe nicht weg. Ich bleibe stehen, drücke meine Stirn gegen die kühle Tür. Ich höre seine Stimme gedämpft hinter dem Holz.
    
    „Du willst es wissen, nicht wahr? Wie es ist? Wie es sich anfühlt, wenn ich dich nehme."
    
    Ich sollte empört ...
«1234...17»