1. Meine erste, nein zweite Affäre


    Datum: 04.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... vergeblich ein Kondom überziehen wollte. Ich nutze sie gunst der Stunde und floh aus dem Zimmer. Ich lief durch den Flur wie in Trance. Mein Herz raste. Nicht vor Wut. Auch nicht vor Ekel. Es ist... Verwirrung! Enttäuschung? Oder etwas anderes.
    
    Anna war eine Vertraute. Hatte die Parallelklasse. Wir haben oft gemeinsam über unsere Klassen gesprochen, über Lisa, über die anderen Schülern, über privates. Sie war ein bisschen länger schon hier als ich, aber wir waren im selben Alter und... Sie war fast wie eine Freundin für mich. Zumindest eine sehr gute Kollegin mit der ich auch über Privates sprach. Und jetzt sehe ich, wie auch sie sich einreiht in dieses unsichtbare Netz von geheimen Berührungen, heimlichen Treffen, moralischen Grauzonen. Naja als wäre ich da Unschuldiger.
    
    Bei mir war es in meiner Referendariatszeit bei der Schule vor dieser. Damals hatte ich auch mal kurz etwas mit einem Lehrer. Wir haben uns ein-zwei mal in einem der Chemie Räume geschlichen und... naja hatten auch sex. Aber das war Geschichte...
    
    Zurück zur pause am Montag. Nach meiner Beobachtung. Anna spricht mich nicht mehr an. Sie tut so, als wäre nichts gewesen. Auch ich schwieg. Aber in ihren Augen liegt ein unausgesprochener Druck. Und ich weiß, dass zwischen uns etwas zerbrochen ist. Im Lehrerzimmer beobachte ich, wie sie sich einen Kaffee macht. Ihre Hände zittern leicht. Brenner sitzt drei Tische weiter, blättert in Klausuren, als wäre er nie Teil dieser Geschichte gewesen. Eigentlich ...
    ... hätten wir schon längst gesprochen. Wie die Klasse ist, ob Krankheitsfälle oder nen paar Insider (wir waren mehr oder weniger auch Vertrauenslehrer für einige der Schüler und Schülerinnen). Ich sogar ab nächsten Jahr ganz offiziell von der ganzen Schule. Wir sprachen nicht mal mehr ob wir zu Mittag essen wollten. Das machten wir sonst immer.
    
    Die große Pause ist fast vorbei. Ich stehe am Fenster des Lehrerzimmers, den Blick auf den Schulhof gerichtet, wo ein paar Schüler in der Sonne stehen, mit ihren belegten Brötchen und Cola-Dosen. Ihre Welt ist leicht. Noch. Hinter mir höre ich Schritte. Zögerlich. Ich weiß, wer es ist, noch bevor ich mich umdrehe. Anna. Sie bleibt stehen, einen halben Meter entfernt, hält ihre Kaffeetasse wie ein Schutzschild in beiden Händen. Ihre Bluse sitzt heute perfekt, ihr Lächeln ist angedeutet, aber ihre Augen -- ihre Augen sind nicht teil der Fassade.
    
    „Katharina... hast du kurz einen Moment?" Ihre Stimme war leise sodass uns niemand hören musste.
    
    Ich nicke. Schweigend gehen wir hinaus auf den kleinen Balkon über dem Innenhof -- der Ort, an dem sonst Lehrer rauchen durften oder einfach atmen. Sie waren alle schon wieder rein. Muss an den kühlen Temperaturen liegen trotz der Sonne.
    
    Es ist windstill. Man hört nur das entfernte Kreischen von Schüler:innen. Anna lehnt sich an das Geländer. Dann sieht sie mich an.
    
    „Ich wollte nicht, dass du... ich meine... es war nicht geplant. Es war einfach... passiert." Sie spricht schnell, fast hektisch, ...
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