1. Meine erste, nein zweite Affäre


    Datum: 04.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... brach ab.
    
    Ich sage nichts. Schaue nur. Nicht verurteilend. Nicht mitleidig. Nur ehrlich.
    
    „Du warst... enttäuscht, oder? Von mir? Ich hätte es überall machen können... sollen." fragt sie schließlich. Betreten. So hatte ich sie noch nie gesehen.
    
    Ich atme langsam aus. „Ich war... überrascht."
    
    Sie senkt den Blick.
    
    „Nicht, weil du etwas mit ihm hattest", füge ich hinzu. „Sondern weil ich dachte, du würdest mir sowas erzählen -- oder zumindest... ehrlich sein. Ich hätte euch nicht in meinem Klassenzimmer erwartet..."
    
    Ein Nicken. Stumm. Und dann, fast flüsternd: „Ich schäme mich."
    
    Das trifft mich.
    
    „Ich weiß nicht, was das zwischen uns ist", sagt sie leise. „Er ist charmant. Und da ist diese Spannung. Und manchmal... will man nur gesehen werden. Und sich kurz vergessen. Das war ne einmalige Sache... nichts weiter."
    
    Ich sehe sie an. Und in diesem Moment erkenne ich mich selbst.
    
    „Ich kenne das Gefühl", sage ich schließlich. Und sie schaut mich an -- suchend. Und irgendwie... dankbar. Wir sagen eine Weile nichts mehr. Zwei Frauen, die auf die Dreißiger zu gehen, professionell, kompetent -- und trotzdem manchmal so verloren wie ihre Schüler und Schülerinnen. Sie war nicht Verheiratet wie ich aber Er! Wir wussten also beide...
    
    Dann, fast beiläufig, sagt Anna: „Mittagessen später? So wie immer?"
    
    Ich überlege nicht. Lächle sanft. „Aber nur, wenn du nicht wieder verschwindest, wenn's brenzlig wird."
    
    Sie lacht leise. Wir gingen zurück ins ...
    ... Lehrerzimmer.
    
    Brenner schaut auf, als wir gemeinsam zurückkommen. Nur ein kurzer Blick -- dann senkt er wieder den Kopf. Vielleicht ahnt er, dass er für uns keine Rolle mehr spielt. Nicht wirklich. Anna streicht sich das Haar hinters Ohr, setzt sich neben mich. Kein großes Drama. Aber etwas ist heiler geworden. Oder zumindest: ehrlich. Wir redeten wieder über meine Klasse, selbst über Lisas Sportbeutel den ich ihr in die Hand drückte. Sie gab nachher Mathe bei ihnen.
    
    Die Mensa war fast leer. Es war einer dieser Tage, an denen sich die Lehrer lieber schnell belegte Brötchen holten oder sich in ihre Büros zurückzogen. Anna und ich saßen wie früher am Fensterplatz, Tabletts mit Nudeln und Tomatensoße vor uns, zwei kleine Saftschorlen daneben. Wir wollten so oft wie möglich nahe unsren Schülern sein. Es war still. Aber eine angenehme Stille.
    
    „Weißt du noch, als Rachel mal ihr Mathebuch im Kühlschrank gefunden hat?" Anna grinste in ihren Teller. Ich musste lachen. „Und dann behauptet hat, das wäre Absicht gewesen -- kognitive Abkühlung. Wie soll man da einen Hausaufgabenstrich verteilen."
    
    Wir lachten. Und für einen Moment fühlte sich alles normal an. Wie früher. Oder fast.
    
    „Ich will nicht, dass wir uns verlieren", sagte Anna irgendwann. Ich nickte. „Ich auch nicht."
    
    Dann standen wir auf, räumten unsere Tabletts weg und gingen gemeinsam den Gang entlang. Kein großes Gespräch. Kein Drama. Aber diese kleinen Blicke -- ehrlich, verletzlich, verbunden. Ich hatte meine Freundin ...
«1...345...9»