-
Meine erste, nein zweite Affäre
Datum: 04.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... zurück. Später am Nachmittag hatte ich noch Aufsichten, Korrekturen, Elternmails. Mein Kopf war voll, mein Kaffee leer. Als ich im Lehrerzimmer stand und mir gerade die dritte Tasse einschenkte, kam Jens herein. Herr *Hagemann -- Jens -- war so alt wie ich jetzt, also ca. 8 Jahre älter, aber durchtrainiert, Sport- und Geschichtslehrer, markanter Drei-Tage-Bart und dieser Blick, der eine Sekunde zu lange hängen bleibt, wenn man sich im Lehrerzimmer begegnet. Ich hatte seine Frau nur einmal zuvor gesehen. Er trug einen Stapel laminierter Bögen, ein Whiteboard unter dem Arm. Seine Haare wirkten zerzauster als sonst, sein Hemd war am Ärmel leicht eingerissen. Außer uns waren nur noch zwei-drei ältere kollegen die ich nicht so gut kannte noch im Haus. „Übungsaufgaben der Oberstufe", erklärte er auf meinen Blick hin. „Die Stationen für morgen. Und das verdammte Whiteboard ist mir fast aus dem Auto gefallen." Ich schmunzelte. „Deine Heldentaten fürs Bildungssystem." Er grinste. Dann sah er mich kurz ernster an. „Sag mal... hast du zufällig morgen in der 11c Vertretung? Ich könnte dir was geben. Stoff überschneidet sich -- 2. Weltkrieg. Wär effizient und einfacher für dich." Ich überlegte. „Könnte sein, ja. Ich schau nach. Vielen Dank." Er trat näher, reichte mir den Plan, den er dabei hatte. Unsere Finger berührten sich flüchtig. Nur eine Sekunde. Aber mein Herz reagierte schneller, als es sollte. Ich hatte nie besonders viel mit ihm zu tun. Unsere Fächer ...
... lagen zu weit auseinander, unsere Klassen überschneiden sich kaum. Doch seit ein paar Wochen begegneten wir uns auffällig oft. In der Früh in der Pausenhallenaufsicht. Nachmittags bei Konferenzen. Und irgendwann dann... in Gesprächen, die länger dauerten, als sie eigentlich sollten. Ich wollte auch irgendwann wie er Jahrgangsstufen Betreuen, aber das soll sich noch hinziehen. Er hatte diese ruhige, leicht spöttische Art, die mich zuerst nervte -- und dann reizte. „Du bist viel zu klug, um dich so brav zu verhalten", hatte er mir einmal im Vorbeigehen gesagt. Ich hatte gelacht. Aber innerlich hatte es mich getroffen. Und zum ersten Mal seit Langem hatte ich mich wieder gesehen gefühlt. Nicht als Partnerin, nicht als Stiefmutter. Als Frau. Wie ich mich kleidete. Ich war mehr wie Anna als ich zugeben wollte. Ein paar Wochen danach: Ich sitze mit einem Kräutertee in der Hand am Fensterplatz. Um mich herum Stimmengewirr, Getuschel, das typische Pausenkaffee-Klirren. Ich beobachte, wie sich bestimmte Kolleg:innen immer wieder zu zweit aus dem Raum schleichen. Es ist fast wie ein Spiel geworden. Schon fast kindisch. Ich sehe die Blicke, die zu lange dauern, das verstohlene Kichern, das niemand so recht ernst nimmt. „Du, das mit Johanna und Herrn Stahl... hast du das mitbekommen?" flüstert mir eine Kollegin neulich zu. Ich tue überrascht, aber insgeheim weiß ich es längst. Ich weiß auch von zwei anderen -- darunter eine, die ich letztens erwischte, wie sie mit ihrem Kopf auf ...