1. Ein Schicksal auf Rädern 09


    Datum: 08.08.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... Türgriff berührte, explodierte in seinem Kopf die Welt.
    
    Die Tür flog mit einem hohlen Quietschen nach außen, traf Friedrichs Schläfe mit der Wucht eines Vorschlaghammers. Er taumelte, sein Schädel dröhnte, sein Gesicht brannte und bevor er überhaupt begriff, was geschehen war kam ihm der Boden unaufhaltsam entgegen. Sein Gesicht prallte auf den Staub, seine Lippen rissen auf, er schmeckte seinen metallischen Blut. Irgendwo hinter ihm schrie Anna auf, ein durchdringender Schrei, der in seinem Schädel widerhallte.
    
    Dann spürte er den Stiefel.
    
    Schwer, eisenbeschlagen, drückte er Friedrichs Kopf tiefer in den Dreck, bis Staub in seine Nase, seinen Mund, seine Ohren kroch. „Da gehörst du hin, Friedrich Weber", dröhnte eine Stimme, rau wie Schmirgelpapier über ihm.
    
    Langsam, als genösse er jeden Moment, war der Mann zuvor aus der Kutsche gestiegen. Er trug die einfache lederüberzogene Kleidung eines Ranchers. Seine Aufmachung war nicht teuer, doch verschmiert mit Blut und Schmauch, sein altes, wettergegerbtes Gesicht wirkte wie ein Gemälde aus Narben und kaltem Hass.
    
    „Ezekiel Harlow", stellte er sich vor, seine Stiefelsohle drehte sich langsam auf Friedrichs Schläfe hin und her, als wolle sie seinen Schädel zerdrücken. „Und diese Farm... gehört jetzt mir."
    
    Anna stürzte vor, doch einer der Reiter, der abgestiegen war, packte sie am Arm, verdrehte ihn brutal hinter ihrem Rücken. „Nein!", keuchte sie, ihr Kleid riss, als sie sich wand. „Wir haben... wir haben ...
    ... mächtige Freunde, die dies nicht zulassen werden!"
    
    Harlow lachte und er gab ein Geräusch wie brechendes Glas, von sich. „Freunde?", wiederholte er und zog langsam einen Revolver aus seinem Gürtel -- ein Colt Peacemaker, dessen Lauf in der Nachmittagssonne silbern schimmerte. „Ihr habt keine Freunde mehr, Süße." Er richtete die Waffe auf sie, während sein Stiefel Friedrichs Kopf weiter in den Staub stampfte. „Ihr habt nur noch *MICH*."
    
    Samuel, der an der Scheune lehnte, kaute weiter gelassen auf seinem Tabak. Sein Blick traf Annas für einen Sekundenbruchteil -- kein Mitleid, nur kalkulierendes Interesse spiegelten seine dunklen Augen wieder.
    
    „Warum?", würgte Friedrich, sein Mund war voller Staub das sich mit seinem eigenen Blut vermischte.
    
    Harlow beugte sich herab, sein Atem roch nach Whiskey und Verwesung. „Weil ihr es gewagt habt gegen mich ein Bündnis zu schmieden." Der Revolverlauf klickte, als er entsichert wurde. „Und heute beende ich diese kleine Revolution gegen meine Herrschaft in diesem Bezirk."
    
    Anna wurde von dem Cowboy hinter ihr zu Harlow geschoben, der Lauf des Revolvers zitterte zwischen ihren Brüsten, bis Harlow es um ihre beiden rosanen Brustwarzen kreiseln ließ.
    
    „Bin gespannt wie du dich hier heraus winden willst, du Hure", zischte Harlow, während der Anwalt und Notar Horace Whitmore nun auch gemächlich aus der Kutsche herauskam, dann seine Hand beruhigend auf Harlows Schulter legte und auf ihn einsprach „mit Demut mein Freund, mit sehr viel ...
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