1. Die Abenteuer der Maya Klein 04


    Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Genesung und dem Strafvollzug wieder in ihr Leben zurückkehren."
    
    „Und andere Polizisten hätten sie erschossen?", fragte Maya erschrocken.
    
    „Wahrscheinlich. Denken Sie an die Tiefgarage zurück! Vielleicht hilft Ihnen das. Unter anderen Umständen hätte das ein ähnliches Massaker werden können wie heute. Sie haben den Ausschlag gegeben, so wie ich es mir gewünscht habe."
    
    „Und das, was das mit mir macht, haben Sie sich auch gewünscht?"
    
    Luchs sah sie ernst an, schwieg, dann schüttelte er sein massiges Haupt. „Nein. Das wünscht man keinem. Aber man mutet es denjenigen zu, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, als sich ihr zu entziehen und ein bequemes Leben zu führen."
    
    „Das hätte ich auch auf andere Weise, oder? Vielleicht die Feuerwehr?" Ihr kamen mehrere Szenen in Erinnerung, wo ihr dieser Vorschlag unterbreitet worden war.
    
    Luchs legte seinen Kopf schief.
    
    „Ich könnte Sie nicht daran hindern, einen anderen Weg einzuschlagen, aber für uns alle hoffe ich, dass Sie bei uns bleiben, Frau Klein. Die Stimmung hat sich unter uns merklich verbessert und die Kollegen, welche mit Ihnen zusammenarbeiten, sind stolz darauf."
    
    Maya schloss wieder ihre Augen.
    
    „Wenn Sie sich wieder einigermaßen gefangen haben, bringt man Sie nach Hause. Gehen Sie ins Wochenende. Die letzten Tage waren für eine Anwärterin viel zu viel. Ich gebe der Schule und Herrn Mangold Bescheid."
    
    Dieter sah sich immer wieder zu ihrem Schützling um. Den Blick zur Decke gerichtet, wirkte ...
    ... sie traumatisiert. Kein Wunder! Trotz ihres Einsatzes hatte es Tote in ihren Reihen gegeben. Sie hatten über den Funk mitbekommen, was los gewesen war. Und auch, dass die Sondergruppe Klein im Zentrum des Geschehens eingesetzt worden war. Die schwere Rüstung musste repariert werden! Jemand vom SEK hatte gemeint, dass deren Außenwandung an einigen Stellen regelrecht zerfetzt worden war und auch die Keramikplatten, von Splittern getroffen, durch deren Wucht zersprangen. An zwei Stellen waren nur die darunter liegenden Kunststoffpanzerungen in der Lage gewesen, die Fragmente aufzuhalten.
    
    „Wäre sie nicht da gewesen, hätten die Monster mit ihrem Mörser ein Dutzend von uns zerfickt! So viel steht fest." Es war Herbert, der einen verwundeten SEK-Mann gehört hatte. Der Mann war von Trümmerteilen getroffen worden.
    
    „Wir sind da, Maya", meinte Silke besorgt. „Können wir irgendetwas für dich tun?"
    
    Die große Frau verneinte, stand langsam von ihrem Sessel auf und wartete, bis Herbert für sie die Schiebetür aufgezogen hatte. Noch einmal hob sie ihre Hand zum Abschied, dann ging sie rüber zu dem Haus, wo bereits ein schlanker hochgewachsener Mann an der Gartentür auf sie wartete.
    
    „Meint ihr, wir sehen sie noch einmal wieder?", fragte Dieter besorgt.
    
    Keiner seiner Kollegen wollte hier mutmaßen. Sie hielten die Gefahr, dass Klein hinschmiss, für immens.
    
    „Komm rein, Türmchen! Wir haben es bis hierher gehört. Keiner von uns hat Ruhe finden können", meinte Lars und schloss seine ...
«1234...20»