1. Die Abenteuer der Maya Klein 04


    Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... dabei?"
    
    „Ja, aber alles okay. Ich bin trotzdem müde. Kommst du wirklich her? Ich kann dann auch mitkommen. Ich habe heute schon Wochenende."
    
    „Na klar! Ich fahre los, dann können wir noch ein wenig bei den Henschels chillen und wenn du dich berappelt hast, düsen wir zurück. Wie cool das ist! Dann können wir endlich mal wieder...", er stockte, „...wenn du möchtest, vorausgesetzt."
    
    Maya lächelte. Dass sie von ihm gefragt wurde, bedeutete ihr eine Welt. Dabei war es nicht der Trieb in ihr, sondern einfach das Gefühl von Bindung, Liebe, Wärme und Entspannung. Es würde unendlich schön sein, ihn in sich fühlen zu dürfen. „So gerne, Süßer! Ich habe dich genauso nötig, glaub mir."
    
    „Ich freu mich so auf dich! Dann hau dich weg, ich leg mich gleich dazu!"
    
    Schnell ausziehen, duschen und hinlegen. Einfach nur kurz die Augen schließen, dann würde er gleich da sein. Maya zog Jeans und Bluse aus, im Anschluss den Overall. Er war nicht gebraucht worden. Die Panzerung hatte gehalten. Sie legte das Halfter ab, schloss die Tür vom Tresor auf, legte die Waffe und Munition hinein, anschließend riegelte sie den Schrank wieder ab. Schnell rüber ins Bad, duschen, dann Augen zu und Ruhe im Kopf.
    
    Von Müdigkeit und Anspannung getrieben, wechselte sie auf die gegenüberliegende Flurseite, beugte sich durch die Badezimmertür, quetschte sich in die Duschkabine und temperierte das Wasser. Wie gut das tat! Sie trug Seife auf ihre Haut auf, wusch sich die Haare, wollte bereit sein, wenn ...
    ... Sascha kam. Saskia war an der Uni, Sandra in der Klinik und Lars unten im Erdgeschoss. Was würde dagegen sprechen? Sie lächelte und schloss die Augen.
    
    Das Bild von dem Toten, es war sofort wieder da.
    
    Maya schrak aus dem Tiefschlaf heraus. Die ganze Nacht hatte sie im Traum wiederholt. Bis auf die Stelle, in der sie auf die Schützen auf dem Dach geschossen hatte. Fast war es so, als ob etwas in ihrem Inneren verhinderte, dass sie diesen einen Moment verarbeiten durfte.
    
    Sascha! Ihr Süßer! Sie hatte ihn nicht gehört. Wie erschöpft musste sie gewesen sein? Ruhig lag er neben ihr, atmete regelmäßig, schlief tief und fest. Maya legte sich wieder hin und versuchte, erneut Ruhe zu finden. Es gelang ihr, wenn auch ein traumloser tiefer Erschöpfungsschlaf auf sie wartete.
    
    „Maus! Wollen wir langsam los? Sonst kommen wir in den Berufsverkehr."
    
    Sie öffnete die Augen und hatte im ersten Moment Mühe, sich zu orientieren. Das Bild! Es war weg! Was für eine Erleichterung! Dennoch machte sie sich keine Illusionen, es würde wieder auftauchen. Der Gedanke daran war ja ebenfalls sofort wieder in ihr präsent gewesen.
    
    Sie streckte ihre riesigen Arme nach ihrem hageren Freund aus, sich in diesem Moment an die Worte der Hasserin erinnernd. Wo die Liebe hinfiel, spielten solche Unterschiede keine Rolle. Sie fühlte den Druck seiner Lippen auf ihrem Mund, spürte und schmeckte seine Zunge, den Druck seines Schritts an ihrem. Einzig ihre Unterwäsche verhinderte das nahe Glück.
    
    Doch diese ...
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