1. Die Abenteuer der Maya Klein 04


    Datum: 09.08.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Pflegetochter in die Arme.
    
    „Ich würde gerne Sascha anrufen und dann ein wenig schlafen."
    
    „Luchs hat mir erzählt..."
    
    Maya winkte ab. „Ich habe mit ihm gesprochen, aber das hilft mir gerade nicht, Lars."
    
    „Warte!", der Psychologe hielt sie fest. „Du hast heute einen Menschen getötet, der anderen Menschen aktiv nach dem Leben getrachtet hat. Aus einem rein habgierigen Motiv heraus, habe ich recht?"
    
    Sie sah mit müdem Blick auf ihn herunter, dann nickte sie.
    
    „Was glaubst du, wie sich dann erst Ärzte fühlen müssen, wenn sie durch einen Behandlungsfehler ein unschuldiges Leben beenden?"
    
    Auf einmal war Maya wach. Sandra?
    
    „Ich werde dir keine Details erzählen, Maya. Aber leider geraten Menschen immer wieder in Situationen, in denen sie auf eine Art und Weise Einfluss auf das Leben anderer nehmen, welche sie nie beabsichtigt haben. Weißt du, wie diese Menschen weitermachen?"
    
    Maya verneinte kaum hörbar.
    
    „Indem sie sich auf diejenigen konzentrieren, welchen sie geholfen haben und helfen können. Und da scheinst du in den letzten Tagen schon viel auf dein Karma-Konto eingezahlt zu haben. Trauer um diesen Mann, wenn du musst, frag dich aber auch, ob er es im umgekehrten Fall ebenfalls getan hätte."
    
    Sie sah nachdenklich auf ihn herunter, dann nickte sie. „Danke, Lars!", flüsterte sie. Maya rang sich ein Lächeln ab. „Kann ich mich bitte hinlegen?"
    
    Er nickte. „Nimm Wilma mit! Sie ist ein super Traumfänger."
    
    Wilma stand schon an Mayas Seite und blickte ...
    ... erwartungsvoll zu ihr auf.
    
    „Komm mit, Süße!", forderte die Menschenriesin die Hunderiesin auf und blickte abschließend noch einmal dankbar in Lars' Richtung.
    
    Sie war noch nicht im Zimmer angekommen, da gab das Handy Rufsignale von sich. Maya schloss die Augen. Statt sich selbst zu beruhigen, musste sie jetzt den Menschen Ruhe verschaffen, welche sich um sie sorgten. Ein Blick auf das Display, es war ihr Vater.
    
    „Türmchen! Großer Gott! Ist alles in Ordnung bei dir? Es soll eine heftige Schießerei in Köln gegeben haben. Dir ist nichts passiert! Sag mir bitte, dass dir nichts passiert ist!"
    
    „Bitte, Papa! Ich war die ganze Nacht auf den Beinen. Ich bin komplett erschöpft. Einfach nur ein wenig schlafen, okay? Mach dir bitte keine Sorgen!"
    
    „Entschuldige! Das tut mir leid. Es muss furchtbar gewesen sein. Bin froh, dass es dir gut geht. Rufe bitte an, wenn du wach bist, ja?", bat Falk mit aufgeregter Stimme.
    
    „Wir sehen uns, wenn ich zu Hause bin. Ich habe ein verfrühtes Wochenende bekommen wegen der Sonderschicht heute."
    
    „Schläfst du bei uns?", fragte Falk immer noch in Aufregung.
    
    „Morgen, okay? Heute möchte ich bei Sascha sein."
    
    Natürlich war der Vater einverstanden. „Gut, Schatz. Aber ruf noch einmal an! Bitte!"
    
    „Versprochen! Bis später. Gib Mutti Bescheid, okay? Ich schalte das Handy jetzt stumm." Maya beendete das Gespräch, dann war ihr Freund dran.
    
    „Boah, bin ich erleichtert. Ich wollte dich gerade anrufen. Ich bin schon fast am Auto. Warst du ...
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