1. Andreas - der Schlüssel


    Datum: 14.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... setzt.
    
    Ich hebe eine Augenbraue. „Er war's, der die Reservierung gemacht hat."
    
    „Dann will ich mal hoffen, dass er gelernt hat, wie man im Hellen kommuniziert."
    
    „Sei nett, Caro."
    
    „Ich bin immer nett. Ich bin nur auch wach."
    
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    19:38 Uhr. Andreas kommt. Dunkles Hemd, leicht geöffnet. Sakko, keine Krawatte. Er sieht gut aus, aber verunsichert gut -- als wüsste er, dass heute mehr auf dem Spiel steht als ein gelungenes Date.
    
    Er tritt an den Tisch, gibt mir zuerst einen leichten Kuss auf die Wange. Dann reicht er Caro die Hand.
    
    „Schön, dich kennenzulernen, Caroline. Endlich!"
    
    Caro mustert ihn. Ihr Händedruck ist kurz.
    
    „Na, das werden wir ja sehen."
    
    Ich schäme mich und werde rot. Er lacht verhalten. Zieht seinen Stuhl zurück. Setzt sich. Die Kellnerin kommt wie gerufen -- um etwas Luft zu schaffen.
    
    Die ersten Minuten sind Smalltalk. Weinauswahl, Menü. Ich nehme das Zepter in die Hand, wie immer, wenn zwei Welten nicht wissen, wie sie miteinander sprechen sollen.
    
    Dann, irgendwann zwischen Carpaccio und Lachstartar, fällt der erste Satz, der nicht neutral ist:
    
    „Verena hat mir viel erzählt", sagt Caro, mit einem Schluck Sauvignon Blanc im Mund. „Mehr als dir vielleicht lieb wäre."
    
    Andreas hebt eine Braue. „Ich hab eine Vermutung, was du meinst."
    
    „Oh, ich glaub nicht, dass du alles vermutest, was ich weiß." Sie grinst. Breit.
    
    Ich trete sie unter dem Tisch gegen das Schienbein.
    
    „Autsch. Schon gut. Ich sag ja nichts."
    
    „Ich glaub, ...
    ... sie will sagen, dass sie mich verteidigt hätte, wenn's nötig gewesen wäre", werfe ich ein.
    
    Andreas lehnt sich zurück. „Dann hat sie deinen Wert erkannt. Das ehrt sie."
    
    Caro verzieht kurz den Mund. „Du warst aber ganz schön spät dran, das zu erkennen."
    
    Er nickt. „Stimmt." Eine Pause.
    
    Dann sagt Caro, fast überrascht von sich selbst:
    
    „Na gut. Der Satz war okay."
    
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    Die Stimmung ändert sich. Nicht negativ -- aber in ein offenes Feld.
    
    Zwischen Hauptgang und Dessert wird es witziger. Gelöster. Andreas erzählt eine absurde Geschichte aus einem Consulting-Projekt in Berlin, Caro lacht. Ich beobachte beide interessiert -- zwei Menschen, die ich liebe, wie auf zwei Seiten einer Wippe, die ich selbst in Waage halte.
    
    Und dann, beim Dessert -- Vanillemousse mit Chili -- fragt Caro, mit schiefem Blick:
    
    „Und, Andreas... ist das jetzt die brave Verena? Oder darf sie noch auf allen Vieren durch die Wohnung kriechen, wenn dir danach ist?"
    
    Ich verschlucke mich. Andreas zögert. Nur kurz. Dann antwortet er:
    
    „Ich glaube, sie führt mich inzwischen mehr, als ich sie."
    
    Caro schaut ihn lange an. Dann prostet sie ihm zu.
    
    „Damit kann ich leben."
    
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    Später, als sie aufbrechen, verabschiedet sich Caro zuerst von mir Dann sieht sie Andreas an -- direkt und lange.
    
    „Wenn du sie nochmal verletzt..."
    
    „...bekomm ich's doppelt zurück. Ich weiß."
    
    Sie nickt. Dann umarmt sie mich und geht.
    
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    Im Taxi fasst Andreas leise nach meiner Hand.
    
    „Ich mag ...