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Black and White
Datum: 15.08.2026, Kategorien: gemischtrassige Liebe,
... beiden Konzerten gewesen war. Ich hatte ihn erst bei Banksy wahrgenommen und bin aus einer Laune heraus mit ihm essen gegangen. Normalerweise wäre er der Letzte gewesen, mit dem ich Ausgehen würde, aber er schien sich geändert zu haben. Ein bisschen zumindest. Im Kindergarten ein richtiges Arschlochkind, so eins vom Feinsten. Vorlaut, egoistisch, besserwisserisch, habgierig. Mir würden noch mehr nette Attribute einfallen, aber ich hatte keine Lust darüber nachzudenken. Trickreich hatte er damals immer wieder versucht unter meine Röckchen zu spähen, aber obwohl ich nicht wusste, was er da wollte, hatte ich ihn erfolgreich abwehren können. Erst viel später war mir klar geworden, dass Theo verdammt frühreif gewesen war. Das war die Zeit, als ich merkte, dass ich als Person uninteressant war. Zwar umschwärmt von den Kerlen, aber nur zu dem Einen. Eine Schwarze vögeln, das wollen sie alle, aber sich mit ihr in der Öffentlichkeit zeigen, davor scheuten sie zurück. Ich ließ sie abblitzen, einen wie den anderen. Zum Glück hatte Mama mich vorgewarnt, mich, während sie mich aufklärte, auch vor den Fallstricken gewarnt. Das fiel mir nicht immer leicht, schließlich war ich ebenso neugierig auf den ersten Sex. Aber als Wegwurfware war ich mir zu schade. Mit der Zeit merkst du, ob dich einer nur für sein Ego flachlegen will, oder ob er es ernst meint. Leider spielte meine Hautfarbe dabei eine größere Rolle, als man denkt. Mit einer Farbigen eine Familie gründen? Dazu waren sie alle ...
... nicht mutig genug. Andererseits, welche Frau braucht schon Männer, wenn sie zwei gesunde Hände hat? Dass ich mit 24 noch Jungfrau war, wen stört es? Mich nicht. Jetzt also Theo. Wollte er wieder unter meinen Rock? Ausschließen konnte ich es nicht, auch wenn er nicht die geringste Andeutung gemacht hatte. Es war ein angenehmer Abend geworden, ganz anders, als ich befürchtet hatte. Nicht ein Wort über Sex, außer dass wir festgehalten hatten beide solo zu sein. Rein äußerlich hatte er sich deutlich zu seinem Vorteil entwickelt. Für einen Weißen recht stattlich, modern gekleidet und wortgewandt. Aus dem Arschlochkind war vielleicht ja etwas geworden. Mal sehen. Einfach machen würde ich es ihm jedenfalls nicht. Auch wenn wir uns von früher kannten, er hatte sich genauso hinten anzustellen wie alle anderen. Wir hatten uns verabredet, nicht für sofort, denn die erste Prüfung lautete Geduld. Viele springen schon ab, wenn sie merken, dass du nicht innerhalb von drei Tagen die Beine breit machst. Ich war gespannt, wohin er mich ausführen würde und war überrascht, was er ausgesucht hatte. Ein gediegenes Lokal, nicht überteuert, dafür bodenständig und leckere Speisen. Und endlich mal nichts Afrikanisches. Den meisten fiel in ihrer Einfallslosigkeit nichts anderes ein und sie meinten mir damit etwas Gutes zu tun. Danach in einen Club und prompt folgte die erste Einladung in sein Bett. Ich lehnte dankend ab, erklärte, dass es dazu ja wohl noch viel zu früh sei. Den Spruch, es ist doch ...