1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... Land, oder wenn der Motor läuft. Diesen Teil der Vorräte frischen wir unterwegs immer wieder auf.«
    
    »Hab ich verstanden. Krieg ich hin!«
    
    »Gut, ich kläre inzwischen mit dem Hafenmeister, ob wir noch Diesel nachtanken können«, meinte er und begab sich an Deck.
    
    Thomas, Helena und Melanie brachten in der nächsten Stunde ihre Taschen, Schlafsäcke und die Lebensmittelkisten unter Deck und verstauten alles. Inzwischen war Klaus-Peter zurückgekommen und hatte ihnen mitgeteilt, dass in einer halben Stunde die Tankstelle besetzt wäre und sie Diesel bunkern könnten. Daher beeilten sie sich, das Boot zum endgültigen Auslaufen fertig zu bekommen, Sie wollten nach dem Tanken nicht erneut zum Liegeplatz zurückkehren.
    
    Vor dem Ablegen rief Klaus-Peter seine Crew zusammen und unterwies sie in die Sicherheitseinrichtungen des Boots. Anschließend startete er den Motor und das typische Tuckern eines Diesels erfüllte das Boot. Nach einer Prüfung, dass dieser ordnungsgemäß lief, forderte er seine Töchter auf, die Leinen zu lösen. Thomas stand neben ihm in der Plicht und folgte den geübten Handgriffen der beiden. Klaus-Peter steuerte die Kassiopeia zur Tankstelle und forderte Thomas auf: »Geh aufs Vorschiff, nimm dort den Festmacher und sobald wir am Kai sind, springst du an Land, legst den Festmacher um den Poller und hältst das Boot fest. Melanie, du nimmst den Festmacher achtern.«
    
    Thomas begab sich zum vorderen Bereich des Decks, nahm die Leine auf, mit der das Boot zuvor am ...
    ... Liegeplatz befestigt war, ging mit ihr an Land und sicherte dort das Boot, wie ihm Klaus-Peter aufgetragen hatte.
    
    Sie füllten den Diesel- und den Wassertank auf, legten ab und holten die Fender ein. Hierbei handelte es sich um mit Luft gefüllte, Oberschenkel große Gummiblasen, die zwischen Kaimauer und Boot zum Schutz des Rumpfs hinausgehängt worden waren.
    
    Klaus-Peter nahm unter Motor Kurs aufs IJsselmeer. Seine Mannschaft räumte unter Helenas Anleitung das Innere des Boots weiter auf. Nachdem sie alles aufgeklart hatten, kamen alle an Deck und ließen sich auf den beiden Bänken in der Plicht nieder.
    
    »So kommt!«, rief Klaus-Peter. »Für eine Pause ist es noch zu früh! Die Genua muss angeschlagen werden!« Womit er meinte, dass das große Vorsegel angebracht werden sollte.
    
    »Normalerweise mache ich das bereits im Hafen«, fuhr er fort. »Ich wollte aber heute so früh wie möglich los. Da es heute aber auf dem Wasser ruhig ist und wir zwei Hände mehr an Bord haben, hatte ich beschlossen, dies unterwegs zu erledigen.«
    
    »Komm, Thomas!«, sagte Helena. »Öffne den Verschlag, auf dem du sitzt, und lass uns zusammen die Genua herausholen.«
    
    Thomas klappte die Sitzbank hoch, welche gleichzeitig als Deckel für den Stauraum darunter diente und schaute hinein.
    
    »Du meinst diesen großen Sack hier?«
    
    »Ja genau. Der ist so schwer, den bekommen wir nur zusammen zum Bug geschleppt.«
    
    Sie zerrten den Segelsack heraus und trugen ihn ächzend gemeinsam aufs Vorschiff.
    
    Sie erklärte ihm: ...