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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... den roten Tonnen, am besten knapp außerhalb der Fahrrinne. Fahr noch auf die nächste rote Tonne zu, dann solltest du eine weitere gerade voraus haben und eine in rund 300°. Auf die Südlichere zu. Hier aber innerhalb der Linie der roten Tonnen bleiben. Es wird hier sehr schnell seicht und hier liegt auch ein Wrack, das man bei Niedrigstand sehen kann.« »Ist es noch weit heute?« »Nein, den größten Teil haben wir bereits hinter uns. Rund sieben Seemeilen fehlen uns zum Ziel.« »Das ist wirklich nicht mehr weit.« »Möchtest du abgelöst werden oder brauchst du noch etwas?« »Haben wir noch Tee?«, fragte er. »Ich mach dir einen. Schwarz oder Früchtetee?« »Wenn ich jetzt einen weiteren schwarzen Tee trinke, kann ich heute Nacht bestimmt nicht gut schlafen.« »Willst du das denn unbedingt?«, fragte sie. Zögernd fügte sie mit einem verschmitzten Lächeln fort: »Ich könnte mir ebenso etwas vergnügliches Anderes vorstellen.« »Soso? Dann wäre Schwarz gegebenenfalls doch besser?« Sie ging lachend unter Deck. Melanie schaute auf und fragte: »Was ist so lustig?« »Thomas hat Angst, dass er mit noch mehr schwarzem Tee heute Nacht nicht schlafen könnte. Und ich habe ihn gefragt, ob er das denn tatsächlich wolle.« »Und?« Melanie sah ihre Schwester nur grinsen und verstand, was diese meinte. Gleichzeitig realisierte sie, dass sie heute Abend weiterhin keinen zum Quatschen haben würde. Sie konnte sie aber verstehen. Wäre sie an ihrer Stelle, würde sie ...
... genauso das Bett mit ihm dem ihrer Schwester vorziehen, so gern sie sie hatte. Sie schaute zu ihr hinüber -- diese setzte in dem Moment einen Kessel mit Wasser auf -- und dachte sich, dass nach der Scheiße, die ihr passiert war, sie sich umso mehr für ihre Schwester freute. Tief in ihrem Hirn leuchtete mit einem Mal ein winziges Lämpchen auf. Sofort war ihr klar, sie konnte sich sparen, den Zettel an dem Lämpchen zu lesen. Es konnte nur die eine Erinnerung sein. Die Erinnerung, an etwas, das sie nie für möglich gehalten hatte. Die Erinnerung an den Reiz des heimlichen Zuschauens, wenn jemand anders intim wurde. Sie erinnerte sich daran, dass ihr Schwesterherz heute Kondome gekauft hatte, da sie vorbereitet sein wollte. Ob sie heute wohl schon so weit war? Wenn sie an Thomas' Raffinesse im Bett dachte und wie er sie selbst vor Lust zum Erbeben gebracht hatte, dann wäre es zumindest nicht unwahrscheinlich, dass die Gummis heute zum Einsatz kommen würden. Sollte sie ihrem Bedürfnis des Zuschauens ein weiteres Mal folgen? Doch ihr Gewissen meldete sich zu Wort und forderte, dass sie dem jungen Paar bei seinem ersten Mal die Privatsphäre zugestehen sollte. Helena brachte ihm die Tasse Tee und grinste bedeutungsvoll: »Damit du schön wach bleibst!«, und gesellte sich neben ihn, legte ihren Arm um seine Hüfte und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. »Es ist komisch«, fuhr sie nach einer Weile fort, »ich habe das Gefühl, ich kenne dich schon lang.« »Du kennst mich schon ...