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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... lang!« »Ja, ich weiß. Das ist es genau, was es für mich so anders macht. Wenn ich früher einen Freund hatte, dann baute sich Stück für Stück ein Vertrauensverhältnis auf und ich lernte ihn im Lauf der Zeit immer weiter kennen. Wie bei einer Pflanze, deren Wurzeln immer tiefer in mich hineinwachsen und sich in mir weiter verzweigen. Bei dir ist das anders. Ich habe das Gefühl, du bist schon tief in mir verwurzelt und es kommen jetzt intime Wurzeln hinzu.« Sie blickte ihn an und fragte: »Verstehst du, wie ich es meine?« »Ja. Das Bild, welches du malst, beschreibt es sehr anschaulich. Beunruhigt dich dabei etwas? Besser gesagt, fühlst dich damit unwohl?« Sie drückte ihn kräftiger und sagte: »Überhaupt nicht! Ich fühle mich seit langem nicht mehr so wohl wie im Moment. Dich jetzt so kennen zu lernen, würfelt nur meinen Plan vom Leben durcheinander. Kennst du es nicht, dass du dir eine gewisse Linie überlegt hast, wie das Leben in der näheren Zukunft aussehen könnte?« »Doch, das kenne ich. Ich habe mir ebenfalls überlegt, wie meine Zukunft aussehen könnte. Mit dem Studium läuft es so, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Hiwi-Job an der Uni gibt mir ein wenig finanzielle Unabhängigkeit von dem, was mir meine Eltern zum Studieren geben. Ich kann daher nicht klagen. Aber darüber hinaus? Es gibt Menschen, die gehen voll in ihrer Arbeit auf und bei denen ist diese der Mittelpunkt ihres Lebens. Mir macht mein Fach Spaß. Aber ich wünsche mir mehr.« »Was ist es, dass ...
... du dir wünschst?« »Jemand, mit dem ich zusammen durch das Leben gehen kann.« »Was ist verkehrt an diesem Wunsch?« »Überhaupt nichts. Wenn man aber, wie ich, jedes Wochenende alleine zu Hause sitzt und sich nichts daran ändert, auch wenn man versucht, auf andere zuzugehen, über mehrere Jahre hinweg, dann dominiert ein solcher Gedanke die Überlegung für die Zukunft.« »Hast du dir Sorgen gemacht?« »Sorgen ist nicht der richtige Ausdruck. Es ist eher so, dass ich mich gefragt habe, warum überhaupt einen Plan für die Zukunft schmieden, wenn der wichtigste Teil in unerreichbarer Ferne ist?« »Das klingt traurig... ja eigentlich schon sehr pessimistisch.« »Nun ja. Ich habe so viel von mir erzählt, dabei hattest du angefangen von dir zu erzählen. Dass es für dich komisch sei, mich jetzt so persönlich kennen zu lernen.« »Ich verstehe, dass du das Thema wechseln willst. Es klingt für mich, als würde es dir schwerfallen, darüber zu sprechen. Von daher ist es in Ordnung. Sei dir versichert: Ich bin immer da, dir zuzuhören.« »Ich weiß, danke. Gib mir etwas Zeit. Doch genug von mir. Wie ist es bei dir?« »Ich denke darüber nach, seit unserem ersten Kuss. Was warst du für mich? Was bist du jetzt für mich? Du warst ein super Kumpel. Wir haben praktisch allen Blödsinn gemacht, den man sich ausmalen konnte. Unsere Eltern hatten wir früher oft zur Verzweiflung getrieben. Weißt du noch, wie wir in der Adventszeit abends durch die Gärten der Leute geschlichen sind und die ...