1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... forderte Thomas auf: »Komm, rutsch mal ein Stück zur Seite!«
    
    Er rückte ganz an die Rückenpolster an der Steuerbordwand. Helena kniete im Fußbereich und bat ihre Schwester: »Komm, leg dich zu uns! Auch fände ich es schön, wenn du dein Outfit dem unseren... nun ja, anpassen könntest.«
    
    Thomas zog erstaunt die Augenbrauen hoch, Helena ließ wenig Zweifel daran, worauf sie hinaus wollte.
    
    Melanie verschlug es die Sprache. Was war auf einmal in ihre kleine Schwester gefahren? Sie erwartete... ja, sie verlangte von ihr, dass sie sich vor diesem Mann, auszog. Einem zwar nicht unbekannten Mann, aber dennoch mit einem -- aus Helenas Sicht -- nicht intim vertrauten Mann. Sie hielt sich selbst nicht für verklemmt und es machte ihr in einer Sauna nichts aus, sich fremden Männern gegenüber nackt zu zeigen. Dies war jedoch eine komplett andere Situation, denn ihre Schwester hatte sich nur einen Moment zuvor noch von Thomas zu einem heftigen Höhepunkt streicheln lassen.
    
    Oder, überlegte Melanie weiter,... wusste sie, was sich ein paar Nächte zuvor zwischen Thomas und ihr zugetragen hatte? Nur woher? Hatte ihre Schwester doch etwas durch die Kojentür vernommen oder hatte Thomas ihr davon erzählt? Aber weswegen sollte er das tun? Sie selbst hätte in einer vergleichbaren Situation nicht erwähnt, dass sie ein paar Tage zuvor mit einem anderen Mann im Bett gewesen wäre. Warum protestierte er eigentlich nicht? Nun ja, er ist immer noch ein Mann, der sich nicht dagegen sträuben würde, sie ...
    ... ein weiteres Mal unbekleidet zu sehen.
    
    Melanie überlegte weiter: Da ihre kleine Schwester wünschte, dass sie sich nackt zu den beiden in die Koje legte, beabsichtigte sie vermutlich nicht, ihr eine Standpauke wegen des Nachspionierens zu halten. Aber was wollte sie stattdessen? Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie sich das letzte Mal so verunsichert gefühlt hatte. Dennoch kam sie ihrem Wunsch nach und streifte die wenigen Kleidungsstücke ab.
    
    Helena bedeutete ihrer Schwester, sich in die Mitte, zwischen sie beide zu legen. Melanies Verlegenheit war ihren Bewegungen anzusehen, diese wirkten fast etwas ungelenk und schnell zog Melanie den Schlafsack über sich, als Helena ihr diesen zum Zudecken anbot. Da die Koje nur für zwei Personen gedacht war, lagen sie eng beisammen und es ließ sich nicht vermeiden, dass ihre nackten Körper sich berührten.
    
    Nach einer Weile stützte sich Helena auf ihren linken Ellenbogen auf und fragte: »Willst du uns erzählen, warum du uns zuschaust?«.
    
    Melanie schwieg. Sie hatte sich trotz der sich ergebenen Nähe gedacht, dass diese Fragen kommen würde.
    
    »Ich... ich weiß nicht genau. Es ist... es ist einfach so über mich gekommen.«
    
    »Ich vermute«, half ihr Thomas, »ich habe dir diesen Floh ins Ohr gesetzt... welchen Reiz das Zuschauen haben kann.«
    
    Sie nickte nach einer Weile und blickte zwischen den beiden hin und her.
    
    »Und, ihr... ihr seid mir nicht böse?«, fragte sie zögerlich.
    
    »Ich formulier's einmal so«, sagte Helena, ...
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