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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... ihren Spaziergang am Sonntag nach dem Mittagessen?« »Ja.« »Und gehst du da normalerweise mit?« »Ab und zu.« »Würde es auffallen, wenn du nicht mitgehst?« »Eigentlich nicht.« »Gut. Wenn sie morgen weg sind, zeige ich dir, wie man tanzt. Du wirst sehen, es ist ganz einfach, wenn man es einmal gezeigt bekommen hat. In Ordnung?« Ich gestehe mir ein, dass mir der Gedanke gefällt. Wenn es wirklich so einfach wäre, wie sie sagt, dann könnte ich, ohne mich zu blamieren, auf dem nächsten Fest eine mal zum Tanzen auffordern. Nach dem Mittagessen am nächsten Tag verabschieden sich meine Eltern, wie gewöhnlich zu ihrem Spaziergang. Sie haben meine Tante noch gefragt, ob sie mitgehen möchte. Diese hat jedoch gesagt, dass es ihr nicht gut gehe und sie sich über Mittag ins Bett legen wolle. Ich habe sofort die Ausrede erkannt, frage sie aber nicht, warum sie meinen Eltern nichts von ihrem Vorhaben erzählen will. Nachdem diese außer Sicht sind, fragt meine Tante: »Wo haben wir etwas Platz? Hier in der Stube geht es nicht.« »Wir könnten in die Scheune gehen. Ich habe den Wagen noch nicht reingeschoben.« »Das klingt doch gut«, sagt sie, nimmt meine Hand und zieht mich wohlgelaunt mit. Sie bleibt in der Mitte der Scheune stehen und wartet, bis ich mich ihr gegenüber hingestellt habe. In der nächsten halben Stunde erklärt sie mir, was ein dreiviertel Takt ist und wie ich meine Füße bei den einzelnen Taktschlägen zu bewegen habe. Anfangs stehen wir ...
... nebeneinander und ich mache ihr die Schritte nach. Danach stehen wir im Abstand voreinander und proben den Tanz. »Das sieht doch schon gut aus!«, stellt sie fest. »Jetzt nimm meine Hand und leg deine rechte Hand um mich... ich meine, auf meine Hüfte!« Sie an die Hand zu nehmen, fällt mir leicht. Jedoch habe ich Hemmungen, meine rechte Hand auf ihre Hüfte zu legen. »Komm, ich bin nicht zerbrechlich!«, fordert sie mich auf, legt meine Hand an die gewünschte Stelle und stupst mein Kinn nach oben. »So, geradeaus schauen, nicht nach unten! Du weißt doch, dass du zwei Füße hast. Du musst nicht ständig nachschauen, ob sie noch da sind. Die Schritte hast du dir gemerkt. Wir tanzen jetzt erst einmal einen langsamen Walzer. Später wird es schneller, dann kommt der Wiener Walzer. Ich zähle jetzt zwei Takte vor, dann wiegen wir uns zwei weitere, ganze Takte hin und her. Dabei nehmen wir das Tempo auf und fangen im fünften Takt mit den Schritten an. Gut?« Sie hat recht, es ist nach den ersten zwei Fehlversuchen gar nicht so schwer. Ich habe meine Hemmungen überwunden, ihr so nah zu sein und meine Hand auf ihrer Hüfte zu legen. Bald drehen wir im Takt unsere Runden in der Scheune. Meine Füße tun alleine, was sie sollen, und meine Aufmerksamkeit richtet sich mehr auf meine Tante. Sie ist groß gewachsen und wir schauen uns direkt in die Augen, wenn wir uns gegenüberstehen. Sie hat dunkelbraune, lange Haare, die sie hochgesteckt trägt. Sie hat ein schmales Gesicht, leicht ausgeprägte ...