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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... machen?«, fragte Thomas. »Sofort! Möchtest du auch einen«, fragte Helena ihre Schwester. »Gerne.« Sie ging unter Deck und wenig später kam sie mit drei dampfenden Bechern zurück. Melanie begann: »Meine Geschichte baut auf einer Begebenheit auf, die tatsächlich so stattgefunden hat. Was im Endeffekt Teil meiner Ausschmückung ist und was sich so geschehen ist, überlasse ich eurer Fantasie!« 13.3 Melanies Fantasie Ich befinde mich noch am Anfang meines Studiums und spiele in der Big Band der Uni. Mit dieser sind wir alle zum Proben in eine Jugendherberge gefahren. Vor einiger Zeit ist mir schon jemand Neues aufgefallen, der sich für mich zu interessieren scheint. Er gefällt mir. Dennoch haben wir vor der Fahrt kaum ein Wort miteinander gewechselt. Er hat Anschluss zu der Gruppe der Blechbläser gefunden und ich verbringe als Flötistin die meiste Zeit bei den Holzbläsern. Es gibt eine Art Grenze zwischen den beiden Gruppen, die nur wenige überschreiten. An einem Abend wird dann eine vierte Person für eine Doppelkopfrunde gesucht und ich setze mich zu der Gruppe an den Tisch. Neben unserem Schlagzeuger und unserem ersten Trompeter sitzt er mit dabei. Die Stimmung ist gut und die Grenze, die es sonst zwischen den Gruppen gibt, spielt an diesem Abend keine Rolle. Wir spielen alle in etwa auf dem gleichen Niveau und so macht das Spiel viel Spaß. Nach einiger Zeit fällt mir auf, dass er immer wieder sein Bein an meines drückt. Ich schaue ihn an und er lächele ...
... zurück. Mir gefällt sein Lächeln. Obwohl die Berührung unscheinbar ist, löst sie in mir ein Kribbeln aus. Es fühlt sich gut an. Er gefällt mir immer besser. Als wir später alle in Richtung unsere Zimmer gehen, werden wir beide langsamer und bleiben so hinter den anderen zurück. Auf einmal nimmt er meine Hand und wir gehen so weiter. Wir wechseln kein Wort miteinander. In mir dreht sich alles. Ich habe Schmetterlinge, oder wie mal einer gesungen hat, Flugzeuge in Bauch. Viel zu schnell sind wir an meinem Zimmer angekommen. Ich würde ihn am Liebsten in den Arm nehmen, traue mich aber nicht. Und so wünsche ich ihm nur eine gute Nacht. Lange liege ich wach und frage mich, was das gerade geschehen ist. Am nächsten Abend, es ist der letzte der Fahrt, treffen sich alle wieder im großen Saal, in dem wir sonst den Tag über geprobt haben und wir quatschen und spielen mit den anderen die verrücktesten Spiele. Aber er und ich richten es immer so ein, dass wir nebeneinandersitzen. Mitternacht ist durch und es gehen nach und nach immer mehr auf ihre Zimmer. Irgendwann gebe ich ihm ein Zeichen, dass er mit mir kommen soll. Es ist eine Jugendherberge, die in einer alten Burg untergebracht ist und so gibt es viele Ecken und Winkel. Wir gehen durch die Gänge und suchen ein ruhiges Plätzchen. Als wir im Kellergeschoss eines Eckturms angekommen sind, nehmen wir uns in den Arm und drücken uns ganz fest. Ich fühle mich so wohl in seinen kräftigen Armen. Unsere Münder treffen sich. Wir küssen ...