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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... es?« »Anfangs gar nicht so spannend. Ich hatte mich gewundert, dass es einen solchen Umschlag hatte. Dann hatte ich einiges übersprungen und es wurde interessanter.« »Und das fandest du dann aufregend?« Er drehte sich ebenfalls zu und antwortete verlegen: »Ich kann es nicht leugnen.« »Und danach?« »Ich hatte mir gedacht, wo ein Buch ist, gab es bestimmt noch mehr.« »Und, bist du fündig geworden?« »War ich! Es hatte ein wenig gedauert, da meine Eltern ihre Bücher nicht nach Themen, sondern nach Autoren sortiert haben. Aber am Ende des Alphabets, bei ›V‹ war ich dann fündig geworden.« »Welchen Autor meinst du?« »Es ist eine Autorin, Anne-Marie Villefranche. Zumindest hatte ich nichts vorher gefunden. Nachdem ich die alle durch hatte, hatte ich in unsere Bücherei gesucht, aber auch nichts gefunden.« »Und wie ging es weiter mit deiner erotischen Entdeckungsreise?« »Dann hatte ich im Netz gesucht, aber auch dort nichts gefunden, beziehungsweise, das, was es gab, war nur für Geld zu bekommen oder es war auf Englisch. Das konnte ich damals aber noch nicht so gut.« »Und danach?« »Da ich nichts gefunden hatte, gab ich erst einmal auf.« »Und wie bist du zu dem hier gekommen?«, fragte Melanie und wies auf seinen E-Book-Reader. »Vor einiger Zeit bin ich bei einer zufälligen Suche auf eine Webseite mit einer riesigen Bibliothek gestoßen, die freie Geschichten von Hobby-Autoren anbietet.« »Und von dort stammen die Texte, die auf deinem ...
... Reader sind?« »Ja.« »Und bei dieser Kamasutra-Geschichte, was reizt dich daran, dass sie von Bruder und Schwester handelt?« Im ersten Moment zögerte er, denn ihn überraschte, dass sie so offensichtlich auf den Sex, zu sprechen kam. »Es geht mir nicht darum, dass es Bruder und Schwester sind. Mich reizen allgemein Geschichten, bei denen sich die Spannung langsam entwickelt. Wenn alle sofort miteinander ins Bett gehen, finde ich das langweilig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der allmähliche Spannungsaufbau den Autorinnen und Autoren in der Regel leichter oder besser gelingt, wenn es darum geht, eine starke Tabugrenze zu überschreiten.« »Interessant, so habe ich das gar nicht gesehen.« Ihre Antwort ließ ihn aufhorchen. Sie hatte sich demnach Gedanken zu erotischen Geschichten gemacht. Er wog einen Moment ab, bis er fragte: »Möchtest du einmal eine Geschichte lesen?« »Ich? Ich weiß nicht.« »Warum? Schreckt dich das Lesen ab?« »Das nicht.« »Also?«, fragte er. »Hmm.« »Reizt es dich vielleicht doch, du traust dich aber nicht?« »Hmm -- ja, ein bisschen.« »Gib dir doch einen Ruck. Du kannst dir aussuchen, was du lesen willst.« »Okay, ich kann ja mal reinschauen.« »Hier ist der Reader«, sagte er und hielt ihr ihn hin. »Wie? Jetzt?« »Warum nicht? Wann denn sonst?« »Hmm, ja, warum eigentlich nicht. Und was ist mit dir? Möchtest du heute Abend nichts mehr lesen?« »Heute nicht. Ich bin müde. Das kommt vermutlich von der vielen ...