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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
... die Kajütendecke. »Nun ja, was soll ich sagen?«, fuhr sie fort. »Ich war überrascht, welche Lektüre du so dabei hast.« Er fragte sich, was sie jetzt über ihn denken würde? Hielt sie ihn für pervers weil solche Geschichten las und sie darüber hinaus noch mit auf das Boot genommen hatte? Vor allem, was sollte er erwidern? Sollte er sich entschuldigen? Was erwartete sie von ihm? Melanie bekam allmählich ein schlechtes Gewissen. Sie überlegte, ob sie einen Schritt zu weit gegangen war. Mit dieser absoluten Nicht-Reaktion hatte sie am wenigstens gerechnet. Eher mit einer Entschuldigung oder mit Vorwürfen, was sie seine Privatsachen angingen. Daher fügte sie hinzu: »Ich kann dich beruhigen! Ich mache dir keinerlei Vorwürfe oder habe eine schlechte Meinung von dir!« Dies schien ihn, zumindest etwas zu beruhigen, denn seine Körperspannung ließ nach und er wandte langsam, immer noch verunsichert, seinen Blick ihr wieder zu. Sie fuhr fort: »Alles in Ordnung, echt! Ich habe solche Bücher nur noch nie gelesen und deswegen bin ich neugierig geworden.« »Und?«, fragte er nach einer Weile vorsichtig. »Nun ja, was soll ich sagen? Ich finde es schon ungewöhnlich.« »Was findest du ungewöhnlich? Dass ich so etwas lese oder von welcher Art diese Geschichte sind. In welche Geschichte hast du denn reingeschaut?« »Eigentlich beides. Ich hatte die angefangen zu lesen, bei der du mehr als die Hälfte gelesen hattest. Sie hatte was mit ›Kamasutra‹ im Titel.« Thomas ...
... sprach jetzt allmählich freier: »Warum ist es ungewöhnlich, dass ich so etwas lese? Es gibt so viele unterschiedliche Literatur wie Triller, Abenteuer, historische Romane und so weiter. Warum nicht auch Erotische?« »Dass es erotische Literatur gibt, wusste ich schon. Ich hatte aber immer an Klassiker wie, zum Beispiel, die Geschichte der O oder Bücher neueren Datums wie Fifty Shades of Gray damit verbunden. Erotisch nun ja, das, was ich in deinem Reader gesehen habe, ist eher Pornographie. Oder?« »Ich weiß nicht, wo da die Grenze ist.« »Und warum liest du so etwas?«, fragte sie. »Es reizt mich... in die... die Figuren einzutauchen. Ist das nicht bei allen Romanen so?« »Ja das stimmt natürlich. Dennoch finde ich das ungewöhnlich. Wie bist du da drauf gekommen?« »Das hat vielleicht vor acht oder zehn Jahren angefangen.« »So früh schon? Da bist du wie alt... vierzehn oder so gewesen?« »Ja, in etwa. Es ist durch Zufall passiert. In dem Alter war ich äußerst neugierig und irgendwann hatte ich beim Stöbern durchs Haus, als meine Eltern nicht da waren, ein Buch von Anaïs Nin auf dem Nachtisch meiner Eltern gefunden. Es hieß, glaube ich, die Venusmuschel oder so ähnlich. Es hatte einen sehr freizügigen Schutzumschlag...« »... und da wurde der kleine Thomas aufmerksam«, setzte sie den Satz fort und drehte sich zu ihm. »So war es. Meine Eltern wollten erst ein paar Stunden später wiederkommen und so hatte ich in dem Buch geschmökert.« »Und wie war ...