1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... im Verborgenen ihrer Lust nachgehen würden.
    
    Er verwarf den Gedanken. Zum einen, warum sollte sie sich vor ihm ausziehen, er wäre bestimmt nicht ihr Typ und zum anderen, nur Mädchen oder Frauen in Geschichten, die er las, taten so etwas. Im wahren Leben verhielten sie sich leider nicht so.
    
    Er legte das Taschentuch außerhalb seines Schlafsacks zur Seite und drehte sich ebenfalls zur Bordwand. Er überlegte kurz und wünschte ihr ebenfalls: »Gute Nacht, Melanie!«
    
    Tag 4 - Der Tag am Strand
    
    Am nächsten Morgen weckte das Klappen des Geschirrs Thomas und nach einem kurzen Blinzeln, drehte er sich zur Seite. Melanie war ebenfalls erwacht und sah ihn an. Demnach war Helena wenigstens so weit wohlauf, schloss er, dass sie in der Küche werkeln konnte. Als er anhob, Melanie anzusprechen, hob sie warnend die Augenbrauen, schüttelte den Kopf und nickte in Richtung der Kajütentür, hinter der ihre Schwester jedes Wort hätte mitbekommen können.
    
    Melanie wollte demnach, dass das Geschehene der letzten Nacht ihr kleines Geheimnis blieb. Er nickte zum Verständnis und wünschte ihr lediglich: »Guten Morgen!«
    
    »Guten Morgen, Thomas. Ich hoffe, du hattest eine schöne Nacht?«
    
    Er verstand die Doppeldeutigkeit und auf seinen Lippen zeichnete sich ein verschmitztes Lächeln ab. Ihm ging die letzte Nacht durch den Sinn und das, was sie getan hatten. Was war das gewesen, fragte er sich? War ihr gemeinsames verborgenes Spiel nur dadurch zustande gekommen, weil Melanie diese Geschichte ...
    ... gelesen hatte? War da mehr? War, wo Rauch war, auch Feuer?
    
    Ein Klopfen an die Tür unterbrach seine Gedanken und Helena fragte: »Na ihr Schlafmützen, seid ihr schon wach?«
    
    »Ja, du Quälgeist!«, stöhnte Melanie. »Natürlich sind wir schon wach. Bei dem Lärm, den du da veranstaltest, kann doch keiner schlafen.«
    
    Helena öffnete die Tür und kam strahlend herein. »Kommt, raus aus den Federn! Wir haben kaum Wolken am Himmel. Es scheint ein schöner Tag zu werden und das Frühstück ist fertig.«
    
    Der Duft von Rührei und gebratenem Gemüse wehte durch die Kojentür herein.
    
    »Wow, das riecht Klasse!«, rief Thomas.
    
    Melanie verfolgte, wie Thomas sich aufsetzte, und erspähte für einen Augenblick Stellen seiner verklebten Brustbehaarung -- eingetrocknete Überbleibsel seines nächtlichen Spiels --, bevor er sich ein T-Shirt überzog. Sie blickte kurz zu ihrer Schwester. Doch diese hatte sich bereits wieder in Richtung Salon umgedreht. Es blieb also ihr beider kleines Geheimnis. Aber was war das gestern gewesen, fragte sie sich. Es hatte unbestreitbar seinen Reiz gehabt. Wie dachte er darüber? War das eine Einmaligkeit gewesen? Wollte sie selbst, dass es sich wiederholen würde? Wollte er es? Was wäre, wenn er beim nächsten Mal -- wenn es dazu kommen sollte -- mehr wollte? Wäre sie zu mehr bereit? Würde sie mehr wollen? Sie schüttelte sich und versuchte, einen klaren Gedanken zu bekommen. Thomas verließ währenddessen die Kajüte mit seinem Kulturbeutel. Sie zog sich eine Trainingshose über, ...
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