1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... um. Zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass Thomas auf seiner Seite lag und der Stoff einer angezogenen Shorts unter seinem Schlafsack hervorlugte. Sie stieß einen Seufzer aus und freute sich, dass er so viel Weitblick besaß und sich in seine Koje gelegt hatte. Schnell zog sie sich ebenfalls etwas über, legte sich zurück und ließ die vergangene Nacht Revue passieren. Hatte sie das Spiel zwischen Thomas und sich aus dem Ruder laufen lassen? Was wäre passiert, wenn sie zu laut geworden wären und Helena hereingeschaut hätte? Das wäre nicht gut gewesen. Thomas hätte vermutlich keine Chance mehr, ihre Schwester näher kennenzulernen. Wäre das fair ihm gegenüber? Sie selbst durfte das Spiel nicht weiter treiben. Aber sie waren es zu zweit gewesen, die es darauf hatten ankommen lassen. Was soll's, dachte sie sich, es war alles gut gegangen.
    
    Sie stand auf, öffnete die Tür zum Salon und fand Helena vor, die bereits den Frühstückstisch gedeckt hatte.
    
    »Guten Morgen, Schwesterherz! Hast du gut geschlafen?«, fragte Melanie.
    
    »Wie ein Stein. Die Sonne und die Seeluft sorgen immer dafür, dass ich wie ein glückliches Baby schlafen kann.«
    
    »Das ist gut.«
    
    »Und du?«
    
    »Ich habe ebenfalls prima geschlafen. Wir beide hatten noch ein wenig gequatscht und dann auch die Augen zu gemacht.«
    
    »Ich bin schon ein wenig neidisch, dass ihr jeweils jemanden zum Schnacken habt.«
    
    »Thomas hat bestimmt nichts dagegen, wenn ihr die Kojen wieder tauscht.«
    
    »Ja vielleicht, ich frage ...
    ... ihn später mal.«
    
    Melanie zog sich ihre Trainingshose an und schlug vor: »Du kannst ja mal schauen, ob du die Schlafmütze wach bekommst. Ich muss mal wohin.« Sie ging an Deck und verließ das Boot.
    
    Helena begab sich nach vorne zu Thomas' Koje. Er lag ihr zugewandt eingerollt auf der Seite. Sie kniete nieder und befand sich damit auf der Höhe seines Gesichts. Sie schaute ihm zu, wie er schlief und es schien ihr, als hätte sein Gesicht weichere Züge, als wenn er wach war.
    
    Leise sprach sie ihn langsam an: »Thomas. -- Thooomas. -- Es ist Zeit zum Aufstehen. Wir wollen heute weitersegeln.«
    
    Er öffnete die Augen und war überrascht, in Helenas hübsches Antlitz zu schauen. Sie lächelte ihn an und sagte: »Guten Morgen, Frühstück ist fertig.«
    
    Er würde sie gerne öfters morgens so sehen, dachte er sich. »Danke, ich komme gleich«, erwiderte er. »Hast du gut geschlafen?«
    
    »Unheimlich gut. Das Schaukeln auf dem Wasser ist fast wie, als würde man in einer Hängematte liegen.«
    
    »Und du? Auch gut geschlafen? Der Magen ist wieder ganz in Ordnung?«
    
    »Ja, danke, alles bestens!«
    
    »Ich zieh mir noch was über, dann komm ich zum Frühstück.«
    
    Helena stand auf, sagte: »Bis gleich«, und verließ die Bugkajüte.
    
    Melanie kam kurze Zeit später wieder und sie nahmen zusammen das Frühstück ein.
    
    Thomas fragte: »Und wir fahren heute weiter?«
    
    »Da das Wetter stimmt, und da wir guten Wind haben, sollten wir heute weiter. Hier in Lowestoft sind wir deutlich nördlicher als ursprünglich ...
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