1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... aber mir kein zweites Mal ansehen.«
    
    Thomas kam das Gespräch über Londons Sehenswürdigkeiten sehr zupass, da sein Freund sich in der Zwischenzeit etwas beruhigt hatte. Er setzte sich wieder normal hin und fragte: »Mal was anderes: Ich könnte etwas zu trinken gebrauchen. Wollt ihr auch?«
    
    Beide bejahten seine Frage und er ging unter Deck. Dort rückte er den Inhalt seiner Badeshorts zurecht, um zu erreichen, dass ein erneutes Anschwellen möglichst, nicht so gut zu sehen wäre wie eben.
    
    Mit einer Flasche Wasser und drei Bechern kam er an Deck. Er stellte alles an den Platz, auf dem er zuvor gesessen hatte, setzte sich dann ein Stück weiter nach achtern auf die Bank und saß damit ein Stück näher neben Helena. Den ersten gefüllten Becher gab er Melanie. Die beiden anderen gab er Helena und sich. Er nahm einen großen Schluck und wandte sich nach rechts, zu Helena: »Du hattest in Lowestoft erwähnt, dass du ebenfalls viel liest? Gibt es bestimmte Genre, die du besonders gerne magst?«
    
    Melanie nickte ihm kaum merklich zu und gab ihm zu verstehen, dass er sich auf dem richtigen Weg befand.
    
    »Hmm«, antwortete Helena, »ich habe eine Zeitlang historische Romane gelesen, dann hatte ich eine Phase mit skandinavischen Thrillern, erst die älteren und später die neueren. Ich kann nicht sagen, dass ich bestimmte Favoriten habe.«
    
    »Gibt es Bücher, die du weiterempfehlen könntest?«, fragte er.
    
    »Hmm. Die Kingsbridge-Reihe von Ken Follett ist nicht schlecht. Er spinnt die ...
    ... Geschichte in den verschiednen Romanen an diesem erdachten Ort über die verschiedenen Jahrhunderte ganz geschickt fort; obwohl sein Schema sich auch wiederholt. Es gibt immer eine Figur, die das Böse verkörpert und ein junges Paar, das sich nach vielen Irrungen und Wirrungen erst am Ende findet. Moment! Ein Buch kann ich sehr empfehlen, ›Intrige‹ von Robert Harris. Es geht darin um die Dreyfus-Affäre Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Frankreich. Erschütternd, was damals passiert ist.«
    
    »Das Letzte, ›Intrige‹, ist also keine Fiktion?«
    
    »Nein. Es ist, soweit ich es beurteilen kann, eine minutiöse Darstellung der Ereignisse.«
    
    »Klingt gut, werde ich mir merken.«
    
    In diesem Moment konnte sich Melanie die Bemerkung nicht verkneifen: »Thomas, du hast an dem einen Abend von dem Buch erzählst, dass du gerade liest. Würdest du das auch empfehlen?«
    
    Thomas drehte sich ruckartig zu Melanie um und starrte sie mit offenem Mund an. Er wusste genau, worauf sie anspielte. Sie lächelte spitzbübisch und tat so, als sei es eine ganz normale Frage. In ihm wirbelten die Gedanken durcheinander. Da war wieder die Erinnerung an die zwei heißen Nächte und er spürte schon wieder das so vertraute Kribbeln, von seinen Hoden ausgehen und, dass sein Freund sich in der Enge gar nicht mehr wohl fühlte. Er fragte sich, was sie mit ihrer Frage bezwecken wollte. Ihn in Verlegenheit bringen? Warum? Er überlegte eifrig, wie er aus der Situation rauskommen könnte. Da kam ihm unerwartet Hilfe von der ...
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