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Onkel Roberts Tagebuch 2
Datum: 22.08.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus
... ich als Franzose durchgehen. Ich schluckte und versuchte zu begreifen, was sie mir damit sagen wollte. Es klang absurd, fast lächerlich, und doch schien es in dieser kleinen, friedlichen Welt auf dem Hof die einzige Möglichkeit zu sein, zu überleben. Sie sagte leise, es werde nicht einfach werden, aber es sei besser so. Ich sei verletzt, noch nicht wieder einsatzfähig. Und solange ich hier sei, sei ich geschützt – vor der Einheit, vor dem Dorf, vor allem, was draußen lauerte. Ich lehnte mich zurück, spürte die Wärme der Sonne auf der Haut und hörte die leisen Geräusche des Hofes. Für einen Moment schien alles möglich. Ich war noch jung, noch unerfahren, aber am Leben. Und das war alles, was zählte. 25.Mai 1944 Ich hatte in dieser Nacht kaum geschlafen. Die Schmerzen im Oberschenkel waren noch da, dumpf und ziehend, aber sie waren schwächer geworden. Am Morgen spürte ich zum ersten Mal, dass Kraft in meinen Körper zurückkehrte. Ich konnte mich allein aufsetzen und sogar das Bett verlassen. Dabei wurde mir schwindlig, doch es gelang mir. Elise stand in der Tür. Sie sah zu mir herüber, und obwohl sie mich mahnte, langsam zu machen, konnte ich das kleine Lächeln nicht übersehen, das sich in ihren Mundwinkeln versteckte. Sie brachte mir frische Wäsche – Hemd, Unterhose, Strümpfe. Kleidung ihres Mannes. Jeans Kleidung. Für einen Moment stockte mir der Atem. Ich sah sie an, und sie nickte nur. „Es ist in Ordnung“, sagte sie leise. „Er würde wollen, dass du ...
... wieder zu Kräften kommst. Du weißt ja… ich weiß nicht ob und wann er zu uns zurückkehrt.“ Ich wusste es. Wir hatten in jener Nacht, mehr als eine Woche zuvor, darüber gesprochen. Diese Nacht hatte uns einander nähergebracht, und Elise hatte Gefühle in mir geweckt, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte. In den Nächten danach hatte es sich nicht wiederholt; zu erschöpft war sie wohl von der täglichen Schufterei auf dem Hof. Das Hemd war getragen, weich, ohne jeden persönlichen Geruch. Trotzdem fühlte es sich an, als würde ich in eine Rolle schlüpfen, die nicht meine war. Elise half mir, den Kragen zu richten, und wir standen so dicht beieinander, dass ich ihren Atem an meinem Hals spürte. Sie stützte mich, als wir zur Stiege gingen, die in die Küche führte. Die Stufen waren so steil wie eine Leiter; ich schluckte. „Wenn ich falle, nehme ich dich mit“, murmelte ich. Sie antwortete trocken: „Dann falle ich eben mit.“ Ich musste lächeln. Der Abstieg kostete mich Kraft, Schweiß. Doch am Ende stand ich unten, in ihrer Küche, ausgestreckt die Hand auf dem Tisch, aber ich stand. Elise strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Da bist du“, sagte sie. Ich sah mich um. Der Holztisch, der Herd, das kleine Fenster im Morgenlicht. Alles wirkte vertraut und friedlich, als hätten Krieg und Not draußen bleiben müssen. „Ich bin da“, sagte ich. Vielleicht war es nur ein Moment – aber ein kostbarer. Ich saß noch wackelig am Tisch, als Schritte vor der Tür laut ...