1. Onkel Roberts Tagebuch 2


    Datum: 22.08.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus

    ... Dann könnten sie durchbrechen.
    
    Elise saß still da. „Einerseits hoffe ich es… wegen Jean. Aber wenn die Kämpfe hierher kommen…? Wenn die Deutschen alles niederbrennen oder die Alliierten…“ Sie brach ab.
    
    Ich legte meine Hand auf ihre.
    
    „Wir werden damit umgehen. So wie mit allem bisher.“
    
    Sie verschränkte ihre Finger mit meinen.
    
    Und so blieb die Nachricht in der Luft wie ein ferner Donner, der noch weit weg ist – aber unweigerlich näherkommt.
    
    In dieser Nacht wachte ich auf, weil mich der Druck in der Blase aus dem Schlaf riss. Ich tastete mich im Halbdunkel zum Nachttopf. Das Scharren meiner Schritte auf den Holzdielen und das Plätschern des Urins im Nachttopf klangen viel lauter, als mir lieb war. Als ich fertig war und mich wieder zum Bett wandte, blieb ich für einen Moment wie angewurzelt stehen.
    
    Elise lag aufgedeckt da. Ihr Nachthemd war hochgerutscht, so weit, dass es jene Stellen ihres Körpers zeigte, die sonst für mich nie sichtbar waren. Das Licht der kleinen Petroleumlampe fiel weich auf ihre Haut und ließ sie fast schimmern. Zwischen Ihren Beinen sah ich ihr schwarzes, fülliges Haar. Etwas in meiner Brust zog sich zusammen – ein Staunen, ein Erkennen, ein tiefer Wunsch, der mich überfiel, bevor ich ihn benennen konnte.
    
    Ich kroch zurück unter die Decke. Kaum lag ich, wandte sie sich mir zu, als hätte sie nur gewartet, dass ich wieder an ihrer Seite war. Ihre Hand glitt über meine Brust, warm, suchend, vertraut und zugleich anders als sonst. Es ...
    ... war keine zufällige Berührung. Sie nahm mich in Empfang.
    
    Ich merkte sofort, dass sie nicht schläfrig war. Sie stützte sich halb auf, sodass ihre Haare weich über ihre Schulter fielen. Ihr Blick war ganz bei mir – wach, warm, entschlossen.
    
    Sie hob die Hand und strich mir über die Wange. Eine sanfte, aber lange Berührung, als müsse sie sicher sein, dass ich wirklich da bin.
    
    „Robert…“ hauchte sie, kaum hörbar.
    
    Ich kam nicht mehr zum Antworten. Ihre Finger fassten meinen Kopf, behutsam, aber entschlossen, und ihre Lippen fanden meine. Erst vorsichtig, dann tiefer, voller Wärme und Sehnsucht. Ich schmeckte den vertrauten Hauch von Lavendel, der immer an ihr haftete, aber in dieser Nacht lag darin etwas Neues – etwas dringend Gewolltes.
    
    Ich erwiderte ihren Kuss erst überrascht, dann bewusst, bis wir uns enger aneinanderschmiegten. Ihr Atem wurde schneller. Sie rückte näher, überschritt eine Grenze, die all die Zeit stumm zwischen uns gelegen hatte.
    
    Ihre Hand glitt über meine Brust hinab, langsam, als wolle sie mich ganz fühlen. Über meinen Bauch, dann weiter zu meinem Glied und meinen Eiern. Ich sog die Luft ein; ein feines Zittern durchlief mich, ein Gefühl aus Erregung, Dankbarkeit und Geborgenheit, wie ich es seit Jahren nicht gespürt hatte.
    
    Elise legte ihre Stirn an meine. „Ich möchte dich… ganz bei mir spüren“, flüsterte sie. Ihre Stimme klang verletzlich und zugleich voller Mut, als hätten diese Worte lange in ihr gewartet.
    
    Ich legte eine Hand an ihre ...
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