1. Endlich wieder Frau


    Datum: 23.08.2026, Kategorien: Reif

    ... Boden. Das Herz, das raste. Die innere Angst, dass sie einen Fehler gemacht hatte, zu weit gegangen war.
    
    Richard antwortete nicht sofort. Aber seine Augen wurden dunkler, wärmer, weicher. Er neigte leicht den Kopf. Und trat näher.
    
    Auf dem Heimweg schwiegen sie die ersten Minuten. Als wäre jedes Wort ein Tropfen zu viel. Ihre Schultern berührten sich. Die Wärme seiner Nähe kroch durch ihren dünnen Stoff. Und sie fühlte sich gleichzeitig verrückt - und lebendig.
    
    "Ich weiß nicht, was ich tue", sagte sie, mehr zu sich als zu ihm. Ihre Stimme war kaum hörbar.
    
    "Ich weiß es auch nicht", antwortete er.
    
    Der Schlüssel zitterte leicht in ihrer Hand, als sie die Tür aufsperrte. Der Hund verschwand nach drinnen. Sie ließ Richard zuerst eintreten. Und dann schloss sie. Langsam. Als schlösse sie nicht nur die Tür, sondern die alte Welt hinter sich.
    
    "Möchten Sie...?" begann sie.
    
    Aber er war schon da. Ganz nah. Seine Hände fanden ihre. Und es war, als würde ein Strom durch ihre Finger fließen.
    
    Sie lachte leise. Nervös. Verlegen. Wie ein Mädchen. Und zugleich spürte sie es. Ganz deutlich. Die Spannung. Den Sog. Die Lust, die nicht laut schrie, sondern sachte zog.
    
    Sie standen im Flur. Noch mit Abstand. Aber alles in ihr vibrierte. Er sah sie an. Mit einem Blick, der nicht fragte, sondern verstand.
    
    "Vielleicht ist das ein Fehler", sagte sie.
    
    "Vielleicht", erwiderte er. Und lächelte.
    
    Er trat näher. Legte seine Hände an ihre Taille. Und sie ließ es zu. Schob ...
    ... nicht weg. Zog nicht zurück. Ihre Lippen öffneten sich leicht, ein Atemzug, ein kaum merkliches Beben.
    
    "Ich habe Angst", sagte sie. Und sofort hätte sie sich ohrfeigen können für diese Worte. Zu direkt. Zu nackt.
    
    Doch Richard beugte sich vor. Und küsste sie. Nicht gierig. Nicht fordernd. Sondern mit einem Respekt, der zärtlicher war als alles, was sie je gekannt hatte.
    
    Sein Mund an ihrem. Seine Wärme. Sein Duft. Und ihr Körper, der sich in diese Nähe schmiegte, als hätte er Jahre darauf gewartet.
    
    Sie wusste: Wenn sie ihn jetzt nicht aufhielt, würde sie ihn nicht mehr aufhalten. Und sie wollte es auch nicht.
    
    Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Dort war noch Licht. Noch Normalität. Doch ihr Gang war langsamer geworden. Ihre Schritte tastend.
    
    "Ich weiß nicht, was ich will", sagte sie.
    
    "Dein Körper weiß es", flüsterte er.
    
    Und da war es. Das erste "Du". Kein Sie mehr. Kein Abstand. Kein höflicher Tanz. Sondern Nähe.
    
    Er stand hinter ihr. Seine Hände glitten unter die Bluse. Berührten Haut. Streichelten. Sie zitterte. Vor Lust. Vor Angst. Vor Erwartung.
    
    "Nicht zu schnell", flüsterte sie, aber sprach sie das überhaupt zu sich selbst nur. Oder nur in ihren Gedanken. Tropften die Worte über die Lippen oder kamen sie eher einer Aufforderung gleich?
    
    Aber es war zu spät. Die Knöpfe der Bluse gaben nach. Der BH folgte. Und seine Lippen fanden ihren Nacken. Ihren Rücken. Ihre Schultern.
    
    Sie schloss die Augen. Und ließ sich fallen. Nicht ins Sofa. Sondern in das ...
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