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Dunkle Empfängnis Teil 03 - Der Traum
Datum: 25.08.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Er fasste einen Entschluss. Er ging wieder zu der Frau hinüber und träufelte ihr den halben Inhalt der Phiole auf die offene Wunde. Dann griff er an ihren Mund und zog mit zwei Fingern sanft ihre vollen, leicht rosigen Lippen nach unten. Vorsichtig, so dass er keinen Tropfen daneben gehen ließ, flößte er ihr den Rest der Flüssigkeit ein. Nach dem dies getan war, stellte er die Phiole neben dem Bett ab und ging wieder zum Rucksack. Diesmal schnappte er sich alles aus dem Inneren und legte alles auf das Bett. Er nahm einen der Verbände, offenbar erst vor kurzem abgekocht, so sauber wie dieser aussah, und wollte sich gerade ans Werk machen. Er hielt abermals inne. Die Wunde schien mit enormer Geschwindigkeit zu heilen. Der Blutfluss war gestoppt, Fleisch schwoll in der Wunde an und wuchs vor seinen Augen. Der offene Knochen war sehr schnell nicht mehr zu sehen. Auch der hervorstehende Knochen an ihrer Seite war verschwunden und er konnte unter der Haut Bewegungen sehen. Mit einem hörbaren Knacken renkte sich der gebrochene Knochen wieder ein und ließ den Körper der Frau zusammenzucken. Dies war offensichtlich ein sehr potenter Heiltrank. Doch er wollte sich nicht ausschließlich darauf verlassen und so machte er sich daran die Wunde am Arm mehr schlecht als recht zu verbinden. Als dies getan war, wahrlich kein Meisterwerk, ging er in den Wohnbereich und schürte in seinem kleinen Ofen ein Feuer. Danach füllte er mit dem restlichen Wasser aus seinem Wasserschlauch ...
... eine eiserne Kanne auf und stellte sie auf den Ofen. Während das Wasser wärmer wurde, suchte er sich einige Kräuter zusammen. Er hatte Brennnesseln, Kamille und Salbei auf Vorrat. Doch im Rucksack hatte er noch Holunder und Lindenblüten gefunden. Er vermengte all die Zutaten und füllte sie in einen alten Humpen, ein Fundstück vom Strand, und goss die Mischung mit dem inzwischen kochenden Wasser auf. Der Tee würde ihre Lebensgeister hoffentlich anregen und die Genesung fördern. Doch das würde sicher einige Tage in Anspruch nehmen. Vielleicht sollte er zurück ins Dorf und einen Heiler holen. Fürs Reisen war die Frau sicherlich noch eine ganze Weile zu schwach. Er wog weiter seine Optionen ab, während er vorsichtig die Kräuter aus dem Humpen fischte und dann zu ihr hinüber ging. Der Verband hält, stellte er erleichtert fest. Die Blässe war beinahe vollständig aus dem Gesicht der Unbekannten verschwunden. Er kniete sich neben sie und wartete, bis der Tee eine angenehm warme Temperatur hatte und sie nicht verbrühen würde. Dann flößte er ihr den Tee vorsichtig ein. Dabei stützte er ihren Kopf, damit sie nicht daran erstickte. Nun nahm er sich zum ersten Mal Zeit die Frau genauer anzusehen. Sie war von durchschnittlicher Größe mit einem sanften anmutigen Gesicht, welches auch Strenge ausstrahlte. An ihrem rabenschwarzem Haar klebte noch Blut und auch überall an ihrem Körper, der offenbar beinahe keinerlei Hautunreinheiten aufwies. Er beschloss, ihr saubere Kleidung ...