1. Dunkle Empfängnis Teil 03 - Der Traum


    Datum: 25.08.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... Dahinter noch mehr Bäume. Vor seinen Augen verbanden sich Schatten und schwaches Licht, er sah einen Wald. Der Boden war über und über mit Moos bedeckt. Es wuchs auch an den Stämmen der Bäume hinauf.
    
    Er fuhr erschrocken zusammen, als eine Hand sich auf seine Schulter legte. "Hey! Beweg dich, warum stehst du hier herum?" Er sah hinter sich und blickte in die müden Augen eines gealterten Mannes. Ihm fehlten einige Zähne und über die Schulter trug er eine Axt. Hinter ihm tauchten weitere Männer, alle mit Äxten, Sägen und Schaufeln in den Händen. Er erkannte sie als Holzfäller.
    
    Sie zogen wie Schemen an ihm vorbei, nein sogar durch ihn. Er blickte sich verwirrt um. Ist das ein Traum? Es fühlt sich so real an. Der letzte Holzfäller zog an ihm vorbei. Sie verschwanden zwischen die Bäumen und verschwanden in der Dunkelheit. Er war wieder allein. Er hörte das Rauschen des Windes. Der Luftzug ließ ihn frösteln. Er rieb sich die Augen.
    
    Als er die Augen wieder öffnete, umfasste ihn Wärme. Er saß merkwürdigerweise vor einem Lagerfeuer. Er streckte die Hände aus. Das Feuer war angenehm warm. Er ballte die Hände zu Fäusten. Er sah hoch und direkt vor seinem Gesicht hielt ihm jemand ein Stockbrot hin. Er nahm es, schnupperte daran. Es roch genau wie früher. Er biss genüsslich hinein.
    
    Während er kaute, blickte er sich um. Es waren wieder die Holzfäller. Sie saßen um das Lagerfeuer herum und aßen ebenfalls Stockbrot. Sie redeten miteinander, doch er konnte sie nicht verstehen. ...
    ... Sie gaben etwas wie eine Sprache von sich, aber es war für ihn nur ein Kauderwelsch. Sie wirken vertraut und ihm war, als hätte er diese Männer schon einmal gesehen.
    
    Er versuchte sich zu erinnern. Doch als die Erinnerung greifbarer wurde, entfleuchte sie ihm wieder. Da hatte er eine Eingebung. Er legte das Stockbrot beiseite, hob seine Hand. Er streckte den Arm aus und hielt seine Hand in die züngelnden Flammen. Es war kalt.
    
    Als er die Hand verwundert wieder rauszog, wurde es dunkler. Die Holzfäller blickten alle gleichzeitig hoch und starrten ins Feuer. Dieses veränderte langsam seine Farbe. Aus den gelblichen Flammen und der roten Glut wurde ein wirbelndes Inferno aus schwarz-blauen Flammen.
    
    Aus den hoch aufragenden Flammen stieß an deren Spitze ein schwarzer Rabe mit weißen Flügeln hervor. Er sah dem Raben hinterher. Dieser flog einen Kreis um das Lagerfeuer und die Holzfäller. Dann stieß er mit hoher Geschwindigkeit auf einen der Holzfäller zu. Der Rabe klatschte mit den Flügeln auf das Gesicht des Mannes, suchte mit seinen Krallen nach Halt, fand ihn im Mund des Mannes. Lippen wurden aufgerissen und Blut quoll aus Wunden. Der Mann reagierte nicht. Dann setzte der Rabe zum Stoß an.
    
    Der Schnabel des Raben drang zwischen Auge und Augenhöhle ein. Der Rabe erwischte etwas und zog. Er hatte sich den Sehnerv geschnappt und riss diesen samt des Auges heraus. Dieses hing nun herunter und der Rabe hüpfte dem Mann auf die Schulter. Langsam, beinahe behände, hob der Rabe ...
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