1. Der Wunschschwiegersohn


    Datum: 28.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... mehr so einfallsreich, wie in jungen Jahren. Und was ich immer mehr vermisste, war das zarte Nachher. Nicht rein, kräftig ficken zum Höhepunkt kommen und bestenfalls auf einer Welle kleiner Höhepunkte dahin surfen und dann plötzlich Schluss. Mir fehlte immer öfter das zärtliche Schmusen und Streicheln nach der eigentlichen körperlichen Vereinigung. Und immer öfter fragte ich mich, ob es nicht einen Weg mit Edwin gemeinsam gegeben hätte. Einmal hatte er mich so hart genommen und ich hatte es genossen, wie er sich in mir ausgetobt hatte. Dann bekam ich damals plötzlich Angst, dass er merken konnte, dass ich sowas auch liebte. Mich für eine Schlampe halten könnte.
    
    Die lange Reise mit den Schülern ging zu Ende. Es hatte mir gut getan. Ich hatte einen Entschluss gefasst und mir vorgenommen, noch mal mit Edwin zu sprechen, ihm meine Neigung zu erläutern und mit ihm eine Lösung für das Weiterbestehen unserer doch eigentlich guten Ehe zu suchen. Etwas Angst hatte ich davor, den Briefkasten zu öffnen und darin einen Brief mit dem Briefkopf eines Anwaltes zu finden, der mit der Durchführung der Scheidung beauftragt ist.
    
    Die Fahrt war zu Ende. Die Schüler waren von den Angehörigen abgeholt worden und ich hatte kurz mit der Schulleitung gesprochen und war jetzt mit dem Taxi auf dem Weg zur Villa meiner Mutter, die wie ich wusste mit Tante Hilde seit mindestens einer Woche auf Kur ist und erst in einer Woche zurück kommt. Tante Hilde hatte sie eingeladen und Mutter freute sich. ...
    ... Noch bevor das Taxi die Villa erreichte erhielt ich einen Anruf meiner Mutter, die mir ganz aufgeregt mitteilte, dass Tante Hilde einen Anruf des hiesigen Krankenhauses erhalten hat, dass Herbert im Krankenhaus liegt. Ich solle doch umgehend dort nachsehen, was mit Herbert los ist. Ich stellte nur schnell die beiden Koffer in den Vorraum der Villa, stieg wieder ins Taxi und fuhr in die Klinik.
    
    Es war schon erschreckend, was ich dort sehen musste. Herbert hatte es schlimm erwischt und dass in einer Gegend, in der ich ihn nie vermutet hätte. In einer Gasse in einer der wohl wirklich verrufenen Viertel unserer großen Stadt hatten ihn Unbekannte zusammengeschlagen und anscheinend ausgeraubt. Er sah schrecklich aus und was ich besonders schlimm fand, war, dass er seelisch besonders angegriffen war. Viel später habe ich erfahren, dass er recht schlimmer Schläge in die Gegend bekommen hat, die einem Mann sehr weh tun. Er hat auch nie mitgeteilt, was er dort wollte. Auch gegenüber der Polizei hat er nur angegeben, dass er dort rein informatorisch spazieren war und auch mal nach den dort tätigen Mädels geschaut hat.
    
    Da er auch noch Schwierigkeiten mit dem Sprechen hatte, war mein Besuch nach einer guten halben Stunde beendet und ich fuhr mit dem Taxi nach Hause. Der Wagen von Herbert stand immer noch unter dem Carport und ich ging erst mal in meine Wohnung.
    
    Schon als ich sie betrat, war mir so, als ob es Änderungen gab. Es hörte sich leerer an und als ich das Wohnzimmer betrat, ...
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