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Der Wunschschwiegersohn
Datum: 28.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... Sau, herablassend. Manchmal habe ich den Eindruck, sie hält mich für ihren Lakaien. Heute war ich zu guter Laune und begrüßte sie lächelnd. Was mich allerdings störte, war erstens, dass sie mich nicht vorstellte und die Dame neben ihr, genau so hochnäsig zu sein schien. Ich fragte mich manchmal wirklich, was sich meine Schwiegermutter einbildet. Reich war sie nicht, gearbeitet hatte sie auch kaum, sehr gebildet war sie auch nicht, also woher nahm sie ihre Hochnäsigkeit. Weil sie von ihrem Mann die Villa geerbt hat? Aber egal. Ich holte meine Frau von der Schule ab und war ein wenig verwundert, dass sie nervös zu sein schien. Auf meine Frage was los ist, reagierte sie ungehalten und meinte nur, dass bei ihr nichts los sei. Bei ihr nicht. Ganz verstand ich diese Bemerkung nicht. Auch meine Frage, wer denn meinen eigentlichen Parkplatz besetzt hat, wurde nur kurz beantwortet. Ich ließ mich nicht beirren und fragte, ob wir Beide Kaffee trinken wollen und meinte, dass es sicher um diese Zeit noch schöne freie Plätze in unserem Lieblingscafe gibt. Sie lehnte ab und meinte, dass Mutter zum Kaffee geladen hat. Eigentlich hatte ich nach der Begrüßung durch ihre Mutter keine große Lust, musste mich aber fügen. Die dann folgende Kaffeetafel wurde zu einem Alptraum. Zunächst wurde mir jetzt die andere Dame als die angekündigte Freundin vorgestellt, die mit ihrem Sohn wieder in die alte Heimat zurück gekommen ist. Schon wie Schwiegermutter mich der Dame vorstellte, war eine ...
... Frechheit hoch zwei. "Mein derzeitiger Schwiegersohn" Das Wort "derzeitiger" wurde besonders beton. Und dann der Auftritt des Sohnes. Ein großer, schon recht stabiler Kerl mit einem Gesicht zum Reinschlagen. Die Arroganz war nicht zu übersehen. Meine Frau umarmte er fest und glitt mit seinen Händen den Rücken hinunter und zog sie mit einem Ruck an sich. "Inge, du bist noch schöner, als ich dich in Erinnerung hatte. Ich freue mich so, dass wir wieder viel Zeit miteinander verbringen können." Das Lächeln der beiden Damen war bezeichnend. Inge sah zwar nicht so glücklich aus. Es kann aber auch daran liegen, dass ich zugegen war. Schon wie er sie ansah, ihr auf den Busen und auf ihren Hintern sah und dabei grinste, hätte eigentlich von ihr als eine eigenständige, emanzipierte Frau eine entsprechende Reaktion nötig gemacht. Sie sah nur mit gesenktem Blick zu mir und schien meine Reaktion zu beobachten. Meine Begrüßung durch Herbert war so, wie man einen minderwertigen Menschen begrüßt. Kurz gab er mir die Hand, haute mir dann auf die Schulter und meine, ich hätte doch nichts dagegen, dass sein Wagen unter dem Carport steht, es sei bei seinem großen Wagen notwendig und außerdem wäre das Grundstück ja groß genug für meine Kiste. Das Grinsen tat schon weh. Was dann kam, war eine Stunde voller wirklich "wundervoller" Demütigungen. Erst gab es natürlich fette Torten. Etwas, was ich nicht mochte. Meine Frau wusste das. Dann sprach fast nur einer und der prahlte über seine ...