1. Der Wunschschwiegersohn


    Datum: 28.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... Erfolge im Leben und meinte, was meine Frau, meine Inge, versäumt hätte, weil sie damals nicht mit ihm mitgegangen wäre. Aber es wäre ja noch nicht zu spät. Dabei grinste er mich an und sah danach meine Frau an, als ob er sie hier gleich ausziehen würde.
    
    Ich hatte genug. Erhob mich und sah meine Frau an.
    
    "Schatz, ich glaube, es wird Zeit, dass wir uns für die Geburtstagsfeier deiner Freundin fertig machen. Ich möchte nicht zu spät kommen."
    
    Inge und mit ihr Herbert standen auf und er lächelte wieder.
    
    "Ja, wir sollten uns bemühen, nicht zu spät zu der Fete zu kommen."
    
    Inge sah mich mit einem verlegenen Lächeln an.
    
    "Eddi, du hast doch Nichts dagegen, wenn Herbert uns begleitet."
    
    "Ich habe nicht eingeladen. Bin auch nur Gast."
    
    Ohne ein weiteres Wort verließ ich ziemlich angefressen die Wohnung meiner Schwiegermutter und ging nach oben. Es dauerte noch eine oder zwei Minuten und dann kam Inge.
    
    "Schatz, ich kann ihn doch nicht weg jagen. Er hat sich einfach so mit eingeladen."
    
    "Inge, ich möchte nicht, dass wir wegen diesem Mann Streit haben, aber bitte halte Abstand."
    
    Der Abend bei unseren Freunden war ein einziges Gefühlschaos. Herbert baggerte ohne Rücksicht erst Ulrike, das Geburtstagskind und dann Inge an. Dabei grinste er nur.
    
    Beim schon recht frühen Abschied nahm mich Ulrike in den Arm und flüsterte leise.
    
    "Pass auf deine Frau auf. Er war mal ihr Freund, ihr enger Freund."
    
    In der Nacht hatten wir zwar keinen Streit, aber auch ...
    ... keinen Sex.
    
    Morgens beim gemeinsamen Frühstück wollte ich eigentlich mit meiner Frau auch über Herbert sprechen, kam aber nicht dazu, da plötzlich Herbert in der Tür stand und Inge ein weiteres Gedeck aus dem Schrank holen wollte.
    
    "Nicht nötig, Schatz, einer von uns geht jetzt sofort und du kannst dir aussuchen, wer es ist. Ich werde nicht mit ihm zusammen frühstücken. Also, wer soll gehen?"
    
    Eigentlich hätte sie mich auch weg schicken können, so wie sie ihn bat zu gehen. Mit einen deutlichen Grinsen auf dem Gesicht drehte er sich um.
    
    "Wir sehen uns, Süße."
    
    Die folgende Unterhaltung würde ich eigentlich nicht mehr unter Unterhaltung einstufen. Inge versuchte zwar immer, ihr Verhältnis zu Herbert runter zu spielen, als nur rein freundschaftlich darzustellen, aber ich kenne meine Frau und weiß, wann sie lügt bzw Halbwahrheiten verkauft. Richtig wach wurde ich, als sie mir dann sagte, dass er als Lehrer an der gleichen Schule anfängt. Der von mir geäußerte Satz war eigentlich nur meiner Eifersucht geschuldet, traf aber so was von ins Volle. Ich dachte an die Worte von Ulrike.
    
    "Sag mal ehrlich, ist er immer noch so gut wie in der Zeit eures ersten Verhältnisses?"
    
    Ich muss wirklich ins Volle getroffen haben, denn Inge antwortete nicht sondern sah nur nach unten. In mir machte sich eine tiefe Trauer breit, eine riesige Angst, meine geliebte Frau zu verlieren und als sie immer noch nichts sagte, auf meine Frage nicht antwortete, rauschte eine fürchterliche Wut durch ...
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