1. Der Wunschschwiegersohn


    Datum: 28.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... meine Adern.
    
    "Deine Nichtantwort, deine Reaktion lässt mich befürchten, dass ihr es schon miteinander getrieben habt. Sein Verhalten verstärkt diesen Verdacht. Meine liebe Ehefrau, ich sage es hier jetzt sehr deutlich. Sollte ich Recht haben oder es noch dazu kommen, bin ich weg, sofort weg. Ich dachte, dass uns der Urlaub noch mal gezeigt hat, dass unsere Liebe frisch und stark ist. Die letzten beiden Tage sagen mir da etwas anderes. Ich werde jetzt versuchen, meinen Kopf frei zu bekommen und eine große Runde laufen. Eigentlich wollte ich ja mit dir einen schönen Tag verleben, aber Pustekuchen."
    
    Ins Schlafzimmer, umgezogen und noch mal in die Küche.
    
    "Hast du mir noch was zu sagen oder wollen wir uns weiter anschweigen?"
    
    Inge sah mich an, sagte aber Nichts.
    
    Nach mehr als drei Stunden kam ich ausgepowert zurück und sah meine Frau beim Kochen. Nach dem Duschen ging ich zu ihr.
    
    "Für uns oder für ihn?"
    
    "Für uns Alle, er ist doch ein Gast und Mutter hat mich gebeten. Sie ist mit Hilde heute nicht da."
    
    "Deck nur für Zwei. Ich komme heute Abend spät. Da habt ihr ja genügend Zeit."
    
    "Eddi, bitte, es ist Nichts gewesen und es wird nichts sein zwischen mir und Herbert. Er ist Gast dieses Hauses, nur Gast."
    
    "Auch wenn du Recht hast, was ich nicht glaube, ist er ein schrecklicher Gast, der versucht, sich zwischen uns zu drängen. Und ich glaube, er hat es schon geschafft. Ich sitze in dieser Wohnung nicht mit ihm an einen Tisch. Du kannst ihm ja das Essen ...
    ... nach oben bringen."
    
    Meine Frau nickte und als sie serviert hatte, machte sie einen Teller fertig und ging nach oben. Es dauerte zu lange und als sie wieder runter kam, sah ich, dass sie krampfhaft versuchte, ruhig zu sein.
    
    Das Essen verlief sehr ruhig, fast krampfhaft. Ich übernahm das Aufräumen der Küche, während meine Frau im Wohnzimmer saß und in einer Zeitschrift blätterte.
    
    Inge
    
    Da saß ich nun und war total verwirrt, total verunsichert, zerrissen zwischen der Liebe zu meinen Mann Edwin und der mich rasend machenden Gier nach dem herrischen Genommenwerden durch Herbert. So wie schon in dem damaligen Verhältnis hatte er mich schon bei der ersten Begrüßung wieder hörig gemacht. Nicht direkt hörig, aber doch gespannt, erwartungsvoll, einfach geil. Schon das erste Umarmen war mehr ein Abgreifen und meine sonst so auf Anstand und Sitte achtende Mutter lächelte dazu nur. Kein Kommentar, keine Zurechtweisung, kein Meckern. Da war es wieder, das mir unerklärliche Tolerieren seines wirklich sehr direkten Verhaltens. Manchmal glaube ich in ihrem Gesicht Neid zu erkennen, so wie damals.
    
    Heute weiß ich, dass es wirklich Neid ist. Sie sehnt sich trotz ihres Alters nach seiner Latte, die sie, wie sie sagt leider nur einmal genießen konnte. Der Sauhund hat einmal die Abwesenheit von Vater und mir genutzt und hat meine Mutter einfach genommen und seine immer vorhandene Geilheit bei ihr ausgelebt. Und Mutter hat es genossen und wollte eigentlich viel mehr. Aber wie gesagt, dass ...
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