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Ein erzwungenes Leben als Frau 1
Datum: 29.08.2026, Kategorien: Transgender,
... ich ihn für einen etwas schwerfälligen Menschen hielt, schien sich Beate köstlich mit ihm zu unterhalten. Es wurde sogar gemeinsam gelacht. Ich wusste damals noch nicht, dass Frauen generell die eher maskulinen Typen bevorzugen und weniger an blondgelockten mädchenhaften Burschen interessiert sind, auch wenn diese noch so gebildet daherkommen. Es sind die Urkräfte der Natur, die da am Wirken sind. Ich ging nicht hinüber zu den Beiden, ich wollte nicht stören. Ich verzog mich auf die andere Seite der Wiese und unterhielt mich mit zwei ehemaligen Schulkameraden, den Rest des Tages. Meinen Glauben an ein gutes Ende für mich und Beate, verlor ich endgültig, als ich sie und Emil später in einem angrenzenden Buschwerk verschwinden sah. Meine erste Niederlage als Mann, zugefügt von einer rücksichtslosen, sich nur ihren Trieben hingebenden Frau. Ja wusste sie denn nicht, was ich für sie empfand? War ihr denn meine Treue und freundschaftliche Zuneigung gar nichts wert? Musste sie diese, wegen blanker Körperlichkeit, denn mehr konnte es bei Emil doch nicht zu holen geben für sie, einfach wegwerfen? Scheinbar ja, jedenfalls haben wir nachher nur noch selten etwas miteinander zu tun gehabt. Der Basis unserer Freundschaft war der Nährboden entzogen worden. Nach diesem einschneidenden Erlebnis befand ich mich einige Zeit in einer Art Krise. Vieles, was mich vorher interessiert hatte, bedeutete mir nun gar nichts mehr, es war nur noch ein schales Gefühl der Leere in ...
... mir. Oft fuhr ich dann mit meinem Rad ziellos in der Gegend herum. Ich wollte mich irgendwie sammeln und neu ausrichten. Eines Tages bog ich dann wie zufällig auf den Feldweg ein, der schnurstracks zu Heinrichs Hof führte. Obwohl ich erkannte, dass es Heinrichs Hof sein musste, der dort vorne am Ende des Weges lag, stoppte ich nicht, kehrte ich nicht um, sondern ich fuhr weiter, als gäbe es dort irgendetwas zu holen oder zu finden für mich. Schon fuhr ich durch das sperrangelweit offen stehende Hoftor auf den Hof von Heinrichs Anwesen. Der Hof war mit Pflastersteinen bedeckt, aus deren Ritzen einiges an Unkraut spross. Ein Zeichen dafür, dass der Besitzer es mit der Ordnung scheinbar nicht so genau nahm. Von daher, wurde das Urteil meiner Eltern über Heinrich sofort bekräftigt. Heinrich vernachlässigte wohl seinen Besitz, das war offenkundig. Ein schwarzer Wolfsspitz rasselte an seiner Kette und drehte sich bellend wie verrückt im Kreis, worauf der Herr des Hofes aus dem Haus gestürmt kam, um den Störenfried zu vertreiben. Hierher verirrte sich sicher selten jemand. Heinrich hatte Ähnlichkeit mit meinem Vater, die beiden waren ja Cousins. Dasselbe schwarze glatte Haar mit grauen Schläfen, dieselben etwas stechend wirkenden dunklen Augen und die markante Nase. Aber Heinrich war wesentlich breiter und kräftiger als mein Vater, der zeitlebens auf seine Figur geachtet hatte und deswegen alles gemieden hatte, was zum Fettansatz hätte führen können. Bevor Heinrich mich aus ...