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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... passiert wäre, wenn sie kriminelle Energien besessen hätte. Wer hätte sie stoppen wollen? Und selbst wenn dies gelungen wäre, wo hätte das geendet? Wie viele Menschen wären dabei gestorben? Von Frau Gollwig hatte er erfahren, dass der Vater seine Tochter streng zur Bescheidenheit erzogen hatte und damit entscheidend dazu beigetragen hatte, dass sie zu diesem Menschen herangewachsen war. War sie überhaupt noch als Mensch zu sehen? Hatte Rütger Recht? „Hier ist es, Frau Klein. Wenn Sie möchten, kann ich Sie dann morgen gegen sieben Uhr wieder abholen." Er bot ihr seine Hand zum Abschied. Maya nahm das Angebot nur zu gerne an. Serverin war streng und knurrig, aber er laberte auch nicht die ganze Zeit und gab ihr immer wieder Momente, in denen er sie in Ruhe ließ. „Vielen Dank! Gerne." „Dann stehe ich hier um sieben, um Sie abzuholen, Klein. Seien Sie bitte pünktlich. Morgen werden Sie dann Ihrem ersten Einsatztraining beiwohnen und vergessen Sie Ihren Rucksack nicht." Sie versprach es ihm, holte sich ihr Gepäck aus dem Kofferraum, dankte und trat an das Tor eines größeren Grundstücks. Henschel! Sie war hier richtig. Noch einmal winkte sie dem weiterfahrenden Serverin nach, dann drückte sie auf den Klingelknopf. Sofort ging der Summer und Maya öffnete die metallene Eingangstür. Es wäre auch auf anderen Wegen gegangen, wie sie grinsend feststellte. Sie dachte dabei an die Hindernisse zurück, die sie im Test hatte überwinden müssen. Sie nahm den Gehweg zum Haus, ...
... welcher parallel zur Auffahrt verlief, bewunderte den weitläufigen Garten und wurde schließlich von einem etwas älteren braunhaarigen Mädchen in Empfang genommen. Schlank, nettes sehr natürlich wirkendes Gesicht, wirkte sie lebendig und lebensfroh. Sich beide Hände vor dem Mund haltend, fing sie das Schreien an. „Boah! Großer Gott! Das gibt es nicht!" Die für Maya völlig fremde Person breitete ihre Arme aus und umarmte ihre Taille, während der Kopf gegen ihren Busen drückte. „Ich bin Saskia, Sandras Tochter." Der Druck ließ wieder nach, die junge Frau trat ein Stück zurück und blickte zu ihr auf. „Mutter meinte, die Tochter von Freunden aus Dortmund würde bei uns übernachten, aber dass es sich dabei um Maya handeln würde, hat sie mit keinem Wort erwähnt." Die junge Frau stellte sich in seltsame Pose, boxte in die Luft und begann zu singen: „I am a superwoman, bow down before me..." Sie sang die ganze Strophe, bewegte sich dazu spielerisch leicht und vollzog dabei unglaublich professionelle Tanzschritte. Sie lachte und deutete aufs Haus. „Komm rein, du Schöne! Was ist das mal geil!" Die Freude wollte kein Ende nehmen. Sie kreischte vor Begeisterung auf. Maya beugte sich vor, passierte die Eingangstür, richtete sich wieder auf und ließ sich von Saskia aus der Jacke helfen. Sandra kam Maya entgegen, drückte sie wortlos an sich und deutete auf das riesige Wohnzimmer. „Ich habe dir Brote geschmiert, wenn Lars von der Arbeit gekommen ist, können wir richtig essen." Sie ...