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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... wandte sich zu Saskia um. „Komm, bring Mayas Gepäck nach oben ins Gästezimmer und rufe deinen Bruder an. Ich möchte, dass Maya unsere ganze Familie kennenlernt." Sie wandte sich um und rief: „Wilma! Sag Hallo, du Schissbuchse!" Maya lachte, als sich ihr eine riesige Dogge mit zittrigem Körper, Schritt für Schritt vorsichtig annäherte. Kurz schnüffelte sie an der ihr dargebotenen Hand, dann wandte sich der Hund wieder um und lief in das Wohnzimmer zurück, um sich hinter dem Sofa zu verstecken. „Wilma? Was für ein geiler Name für eine so hübsche Hündin!" Maya erhob sich wieder, wandte sich um und drückte die Ärztin an sich und gab Sandra einen Kuss auf die Wange. „Sie ist vom Sohn eines Vorbesitzers brutal gequält worden. Es hat leider lange gedauert, bis die Besitzer mitbekommen haben, was sich da zwischen Kind und Tier abgespielt hat. Wilma hat sich nicht gewusst zu wehren, das arme Geschöpf." Maya zog es in ihrem Magen zusammen. Der Hund hatte so lustig auf sie gewirkt, aber dass es hier solch einen Hintergrund geben könnte, war ihr gar nicht in den Sinn gekommen. „Tut mir sehr leid." „Du hast den Hund doch nicht gequält? Hab Geduld! Über kurz oder lang obsiegt bei Wilma die Neugierde." Sandra lächelte. „Setz dich! Lars hat damals darauf bestanden, solch ein Protzsofa zu kaufen. Jetzt weiß ich endlich warum." Maya sah sich neugierig um. Das ganze Haus erinnerte sie an das von Rosa und Klaus. Es war aber fast vollverglast und damit unglaublich ...
... licht. Saskia trat an Maya vorbei und ließ sich neben ihr nieder. „Dass du hier bist! Ich freu mich so!" Sie quietschte, strampelte mit ihren Füßen auf dem Boden, dann war sie wieder ruhig. „Tschuldige!" „Wie war es bei der Polizei?", wollte Sandra jetzt wissen. „Bleibst du dabei, oder war es eher ernüchternd?" Maya verneinte. Kurz fühlte sie eine Erschütterung, wahrscheinlich hatte sich Wilma hinter der Lehne des Möbelstücks bewegt. „Ich habe seit heute eine ungefähre Ahnung, was man von mir erwartet. Ich soll in Hochbrisanzgebiete eingesetzt werden. Dort, wo sich normale Streifen nicht mehr ohne Begleitung des SEKs hineintrauen. Ich zähle dann auch zum Letzteren, allerdings mit einer selbstständigen Einheit." Sandra staunte. „So konkret werden die schon?" Maya nickte. „Herr Luchs meinte, dass sie sich mit meiner Anwesenheit jetzt weniger hilflos fühlen werden. Ich habe nur ziemlich Schiss davor, diese riesen Erwartungshaltung zu erfüllen." „Und was haben sie dir heute gezeigt?", fragte Sandra weiter. „Im Grunde das gesamte Präsidium. Im Anschluss hab ich dann mit zwei Ausrüsterfirmen verschiedene Tests gemacht. Für mich muss alles extra gefertigt werden. Körperschutz und auch eine eigene Waffe. Vor der Pistole habe ich Angst." Sandra sah die junge Frau vor sich genau an. Maya schien jetzt erst das gesamte Ausmaß zu begreifen, welches ihre Arbeit bei der Polizei mitbringen könnte. „Ich würde dir gerne sagen, dass du auch was anderes machen kannst. Aber ...