1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Von daher kann es nur in unserem Interesse sein, sie fest in den Polizeidienst zu verankern."
    
    „Wir werden sie so ausstatten, dass sie sich jeder Einflussnahme erwehren kann, welche mit Gewalt oder Zwang zu tun hat. Alles, was mit ihrem Kopf zu tun hat, unterliegt Ihnen. Bilden Sie die Frau sorgsam aus! Es ist nicht nur wichtig, sie in einen Einsatz zu bringen, sondern ihr auch klar zu machen, was sie für ein leckeres Kuchenstück für die Mächtigen der Welt darstellt", riet Stevens.
    
    Luchs lächelte. „Herr Serverin wird persönlich ihre Ausbildung und die ihrer Teammitglieder überwachen. Für den psychologischen Teil haben wir jemanden aus Berlin angefordert. Wir machen Frau Klein fit, um unser Bundesland ein großes Stück sicherer zu machen. Verantwortlich für das Wohl von 17 Millionen Menschen. Man mag sich das nicht vorstellen."
    
    Maya wurde von Herrn Luchs und Frau von Krolm zur Kantine gebracht. Dort hatte man den besonderen Gast erwartet und das an Hähnchenschnitzel, Petersilienkartoffeln und Gemüse auf ein großes Tablett geladen, was noch stabil zu halten war. Dennoch nahm Maya viermal nach, was nicht nur staunende Blicke ihrer Vorgesetzten mit sich brachte, sondern auch die der gesamten Küchenbelegschaft und der Beamten an den benachbarten Tischen.
    
    „Das tut so gut!", meinte Maya und schloss ihre Augen. Sie lehnte sich zurück und ließ sich für einen Moment gehen und schrak sogleich zusammen, als sie die aufmerksamen Blicke von Herrn Luchs und Frau von Krolm ...
    ... registrierte.
    
    „Also dein Appetit ist wirklich ordentlich, Kleine. Aber nach dem, was du uns heute gezeigt hast, wohl mehr als verständlich. Ich freue mich darauf, dass es künftig jemanden gibt, der Situationen klärt, welchen wir heute noch hilflos gegenüberstehen", meinte Frau von Krolm verständnisvoll. „Wie schaut der Plan für den Rest des Tages aus, Herr Luchs? Wenn nichts ansteht, würde ich Maya schon mal einen Einblick in unsere Einsatzzentrale geben."
    
    Luchs war einverstanden. Die Tests waren abgeschlossen und er die Verantwortung für Frau Klein damit los. „Gerne! Nehmen Sie Frau Klein unter Ihre Fittiche. Ich freue mich dann auf morgen, wenn wir Ihnen Ihre Unterstützungslehrer vorstellen werden."
    
    Zuhause bei Freunden
    
    Serverin hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen neuen Schützling zu der von ihr genannten Adresse zu fahren. Zusammengequetscht auf dem Beifahrersitz seines Kombis tippte sie ab und an etwas auf ihrem Handy, ansonsten blieb sie ruhig und sprach wenig. Dabei hatte er von Frau von Krolm gehört, dass die Klein durchaus Interesse gezeigt hatte, aber jetzt, überschwemmt von äußeren Einflüssen, einfach müde geworden war.
    
    Was die Frau heute gezeigt hatte, war weit über dem gelegen, was er zu begreifen bereit gewesen war. Sie war die Eierlegende Wollmilchsau einer Polizistin. Es gab da für ihn keinen Zweifel. Eitelkeiten schienen ihr fremd, genauso wie der Wille, ihre Kräfte zum eigenen Vorteil nutzen zu wollen.
    
    Er hatte sich vorzustellen versucht, was ...
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