-
Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... wenn ich an Fälle denke, die ich mindestens wöchentlich reinbekomme, gerade Kinder, wäre ich froh, wenn es dort draußen jemanden wie dich gibt. Das, was man Wilma angetan hat, tut man jeden Tag Kindern, Männern und Frauen an. Nur eben noch schlimmer." „Mama! Jetzt fängst du an!", wurde die Mutter von der Tochter ermahnt. „Mach Maya keine Angst!" Saskia stützte sich nach hinten mit ihren Händen ab und sah zu Maya auf. „Bist du wirklich mit Jeane Jones befreundet?" Maya lächelte. „Ja, ein bisschen schon." „Meinst du, ich kann sie über dich um ein Autogramm bitten? Mein ganzes Zimmer hängt von ihren Postern voll. Ich war auch in Dortmund, als du mit deiner Freundin aufgetreten bist. Hevi, richtig? Ich habe euch so lieb!" Sie strahlte über das ganze Gesicht. „Saskia! Lass sie in Ruhe! Sie hatte einen harten Tag." Maya winkte ab und wandte sich noch einmal an die Tochter. „Komm! Steh auf, sing und tanz das ganze Lied! Und bitte sie zum Schluss um ein Autogramm!" Saskia starrte sie erschrocken an. „Ernst jetzt?" Maya lächelte. „So was von!" Die junge Frau sprang auf und stellte sich in die Mitte des Wohnzimmers. Sandra schien sich jetzt für die Tochter zu freuen und schaute ihr dabei zu, wie diese sich in Positur stellte. Maya hob ihr Handy und richtete es auf Saskia aus. „Eins! Zwei!..." Saskia schien sofort in einer eigenen Welt zu sein. Sie sang mit imposanter Stimme, bewegte sich spielerisch leicht dazu und lächelte auf Wilma herunter, die nun ...
... langsam um das Sofa herum kam. Sie blickte unsicher zu Maya auf, die ihr Handy auf sie richtete, dann trabte der große Hund zu Saskia, schmiss sich mit seinem Hinterteil neben sie und hob die Schnauze. Saskia lachte, tanzte und sang weiter, worauf Wilma mit Inbrunst das Jaulen anfing. Maya konnte sich nur mit Mühe zusammenreißen. Am liebsten hätte sie laut losgelacht. Zwei Minuten später war die Vorstellung vorbei, was Wilma zum Anlass nahm, sofort wieder hinter dem Sofa zu verschwinden. „War es gut?", fragte Saskia und ließ sich neben ihr zurück auf das Sofa fallen. „Du bist Bombe! Wilma auch. Ich habe noch nie einen Hund so schön heulen hören wie sie." Saskia lachte. „Na, sie ist auch Fan!" Maya öffnete den Kontakt zu Jeane, wo neben viel Text auch etliche Fotos auftauchten. Saskia interessierte sich sofort, doch Maya bat sie um Abstand. „Nein!" Saskia schrak zurück, dann verstand sie. Jeane war online. Sie war gestern wieder in London angekommen, wie Maya wusste. Die Tour in den Staaten hatte ihr extrem viel Energie geraubt. Hoffentlich konnte sich die Freundin jetzt etwas erholen. „Two Superwoman singing for you!" Sie lud das Video hoch, dann schickte sie es an die Freundin. „Meinst du, sie antwortet etwas?", fragte Saskia hoffnungsvoll. Maya lächelte. „Ganz sicher tut sie das." Sie wollte das Handy auf den Tisch legen, da brummte es in ihrer Hand. „Sie hat geantwortet!", schrie Saskia auf. „Oh mein Gott! Ich sterbe!" Maya sah auf das Gerät ...