1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... zu.
    
    Auch der Sohn trat an Maya heran, grüßte und stellte sich vor. „Hallo Maya! Ich bin Günter. Hast du gut hergefunden?"
    
    Maya sah ihn ungläubig an. Hatte er nicht begriffen, wie es um sie bestellt war? Jetzt reagierte sie verwundert und erinnerte sich daran, den Mund zu schließen. „Mich hat ein Kollege hergebracht."
    
    Günter lächelte, griff nach einer Schale mit Pistazien und öffnete bei einer von ihnen die Schale. „Polizei, richtig? Mama hat mir was erzählt. Find ich super."
    
    „Was machst du?", wollte Maya wissen. Es war kein Smalltalk. Sie war wirklich neugierig.
    
    „Ich studiere Psychologie. Vier Jahre noch, dann habe ich es geschafft."
    
    Maya hob ihre Augenbrauen. „Wow!"
    
    Der junge Mann winkte ab. „Ich trete in die Fußstapfen meines Vaters. Von daher nicht schwer."
    
    Lars hatte sich auf dem Sofa gegenüber niedergelassen und sah zu Gast und Sohn hinüber. „Er ist besser als ich. Ich habe zwei Jahre länger gebraucht als nötig. Von daher stapelt mein Sohnemann gerade tief."
    
    Maya lächelte. Sie fühlte sich mit diesen Worten sofort an Manfred erinnert. „Da kenne ich auch einen." Der Mann gegenüber nickte ihr wohlwollend zu. „Wo ist unsere wundersame Tochter abgeblieben?" Er sah mit seiner Frage zur Treppe hinüber, welche in den ersten Stock führte.
    
    „Die ist ‚ne Runde ausrasten gegangen. Maya hat ihr eine kleine Freude gemacht."
    
    Vater und Sohn wurden neugierig. „Was denn für eine?"
    
    Sandra winkte ab. „Soll sie euch später zeigen. Wie wäre es, wenn ihr ...
    ... jetzt Maya eine Runde Gesellschaft leistet und ich...", die Professorin fasste sich an die Stirn. „Gott, bin ich doof!" Sie sah gespielt böse zu Maya hinüber. „Und du sagst nichts!"
    
    Maya reagierte verwirrt und wusste nicht, was sie falsch gemacht haben könnte. „Entschuldige..., ich..."
    
    „Ich habe die Brote vergessen! Warte! Ich bin gleich wieder da. Wehe, du erzählst Falk etwas davon! Hab keine Lust, dass er vorbeikommt und mich über das Knie legt. Du weißt, wie er reagiert, wenn es um sein Töchterchen geht." Sandra stand auf und trat in die Küchenecke, welche sich über die gegenüberliegende Seite des Raums erstreckte und nur durch eine lange Theke vom Wohnzimmer abgegrenzt wurde.
    
    „Vor dem Abendessen Brote?", Lars sah seiner Frau verwundert hinterher, bevor sein Blick zurück auf Maya wechselte.
    
    „Maya hat eine besondere Physiologie", erklärte sie, während sie mit einer Platte zurückkehrte, auf der sich zwanzig belegte Brötchenhälften befanden. „Ihr langt sie nicht an! Macht euch selbst was, wenn ihr nicht warten wollt."
    
    „Jetzt komme ich mir doof vor", meinte Maya, während sie ihren Blick auf den Teller gerichtet hielt.
    
    „Tu lieber das, was meine Frau sagt, sie führt hier ein strenges Regiment und beißt uns bös gesinnte Menschen weg, da Wilma in dieser Rolle versagt", meinte Lars lachend, worauf der Sohn mit einfiel.
    
    Der Hund hatte seinen Namen gehört, schob rücklings seinen mächtigen Körper hinter der Couch heraus, schnüffelte im Vorbeigehen vorsichtig in Mayas ...
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