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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Saschas Schwester unglaublich viel Mühe und hatte zweimal neu beginnen müssen, bis die Frisur ihren Ansprüchen genügte. Es sah einfach genial aus, wie Maya fand. „Komm! Ich schminke dich noch, dann bist du bereit für den Geburtstag!" Marlene sah Maya über den Badspiegel hinweg ins Gesicht. Dann ging sie zu ihrem großen Wandschrank und kam mit verschiedenen Kosmetika zurück. „Was macht ihr heute Abend?", fragte Maya, während Saschas Schwester ihre Gesichtshaut einer gründlichen Reinigung unterzog. „Bis jetzt noch nichts. Das wird jetzt keine Einladung, oder?" Marlene hob ihre Brauen und lächelte. „So viel Aufhebens mein Brüderchen die Tage gemacht hat, wäre ich echt neugierig." Maya lächelte. „Würde mich freuen, wenn ihr kommt. Es wird sehr voll, trotz Mannes großer Wohnung. Aber es wird schon gehen." „Sehr gerne! Wir sind lange nicht mehr ausgegangen. Ich war ständig am Lernen, und Thomas ist von einer Weihnachtsfeier zur nächsten getourt. Hat super gut verdient, war aber auch ziemlich erschöpft danach." Maya konnte sich das gut vorstellen. Thomas lebte die Musik, spielte um den Erfolg mit seiner Band, tourte aber auch als Veranstaltungsmusiker mit einer weiteren Gruppe. Für Marlene blieb da nur am Rande Zeit, was sie aber kompensierte, indem sie sich auf ihr eigenes Fortkommen konzentrierte. „Du tust meinem Bruder sehr gut, Maya. Ich habe ihn noch nie so erlebt wie in den letzten Monaten. Er wirkt immer sehr selbstbewusst und cool, aber in seinem Inneren ...
... wusste er oft nicht, wohin mit sich. Da hat Rosa recht. Er mäandrierte. Das Wort hat es gut getroffen. Nie hatte er einen Weg gefunden, der sich gut für ihn anfühlte. Das heißt, die Ausbildung als Erzieher hatte ihm Spaß gemacht, aber du weißt ja. Das Schicksal hatte ihm reingegrätscht. Sein ganzes Gesicht war rot, und die Hände waren schon an einigen Stellen blutig. Er ist aber immer wieder hin, bis auch das Heim dann gesagt hat, es sei nicht mehr zu verantworten. Na ja. Und dann tauchte Maya Klein in seinem Leben auf. Und auf einmal ist er ein anderer. Er ist jetzt nicht nur außen cool, verstehst du? Er ist auf einmal Bruder. Er ruft mich an, fragt mich um Rat, wenn er dir gegenüber unsicher ist, und hat eine riesige Angst, dir gegenüber Mist zu bauen. So etwas gab es vorher zwischen uns nicht." Marlene lächelte und tupfte Maya eine Träne unter dem linken Auge weg. „Du bist ziemlich nah am Wasser gebaut für eine Superwoman", neckte sie. Marlene gab Maya einen Kuss auf die Stirn. „Immer wenn es mir schlecht geht, schaue ich mir ein Video über euch drei auf dem Konzert an. Mein Gott, habt ihr in diesem Moment gerockt." „Ich kann heute noch nicht glauben, dass das passiert ist. Ein Klassenkamerad hat mir die Karten besorgt und uns da vor die Bühne gestellt. Wenn er nicht gewesen wäre..." Marlene lächelte. „Cooler Typ. Genauso wie deine Hevi. Blöd für sie, dass sie sich in andere Umstände hat bringen lassen. Dass Manfred sich ihrer annimmt, ist aber für mich der falsche ...