-
Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Weg. Er wird sich ihrer Liebe nie sicher sein können." Maya schüttelte den Kopf. „Manfred wird immer wieder als Rettungsinsel missbraucht. Da nehme ich mich gar nicht aus. Aber in diesem einen Punkt hat er für sich völlig klargesehen. Für ihn ist das Ganze eine Scheinehe. Hevi sieht jetzt mehr darin und hat Manne dazu gebracht, in eine ähnliche Richtung zu denken. Selbst wenn es nicht zwischen den beiden klappen sollte. Scheidungen gibt es auch in muslimischen Familien." „Hoffen wir das Beste. Maya, ich würde mich freuen, wenn die beiden einen gemeinsamen Weg finden. Manfred hätte das wirklich verdient." Sie blieb nachdenklich. „Aber wenn ich mich umblicke und sehe, wie viele Beziehungen wieder in die Brüche gehen...", sie sah über den Spiegel wieder in Mayas Gesicht und hob den Tupfer an ihre Wange. „Komm! Machen wir dich fertig. Sonst kommt ihr zu spät." Dass Lars, Sandra und Saskia extra aus Köln angereist kamen, bedeutete Maya sehr viel. Die Woche bei der Familie war schön gewesen. Zumal Saskia es geschafft hatte, sich ihr gegenüber zurückzunehmen und ihr damit den nötigen Freiraum gegeben hatte, damit sie die Eindrücke der Tage verarbeiten konnte. Sie würde für die Zeit ihrer Ausbildung bei der Familie wohnen. Das Zimmer im Wohnheim wurde somit nicht gebraucht. Sandra und Lars hatten darauf bestanden. Gerade damit sie auch Menschen um sich herum hatte, die sie auffingen, wenn sie die ersten Eindrücke aus ihren Einsätzen verdauen musste. Nadja und Falk waren ...
... überglücklich über diese Nachricht gewesen. Sie mussten sich eingestehen, dass Maya ihr Leben im Griff hatte und sich alles darin zu fügen schien. Auch jetzt, wo ihre Gaben langsam aber stetig für andere sichtbar wurden. Auch sie hatten schon ein „Superwoman" gehört, wenn sie mit ihrer Tochter durch die Fußgängerzone geschlendert waren. Jeane Jones hatte dafür gesorgt, dass der Titel ihres Songs nun mit dem Bild ihrer Tochter in Verbindung gebracht wurde. Sie aßen in einem sehr feinen Restaurant in der Innenstadt. Hier war Maya nicht die bekannte Größe, sondern ihre Mutter, welche viel Zuspruch erfuhr und sich von Tisch zu Tisch kämpfen musste, um endlich ihren Platz einnehmen zu können. Falk blieb tapfer an ihrer Seite, lächelte in die Gesichter der Reichen und Klugen und war erleichtert, als sie dann wieder ihren Fokus auf das Geburtstagskind richten durften. Elif und Ahmet waren schon vor ihnen angekommen und hatten das holprige Vorankommen der Freunde aus der Ferne beobachtet. Saskia und Sascha verstanden sich gut und tauschten sich aus, während Maya zunächst passiv blieb und zuhörte. Ihr Freund war ein offener Mensch und kommunizierte mit jedem. Sie machte sich keine Sorgen in dieser Hinsicht und genoss den ruhigen Moment. Ihr Handy klingelte, es war Oma Klara von ihrer Geburtsmutterseite. Glückwünsche wurden ausgetauscht, Bedauern über die Abwesenheit geäußert und das Versprechen gegeben, sich bald wiederzusehen. Nadjas Mutter lag wegen einer Augen-Operation im ...