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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Krankenhaus, und Opa Paul wollte natürlich in ihrer Nähe bleiben. Der achtzehnte Geburtstag würde dann klappen, versprachen die beiden. Eine junge Kellnerin trat an den Tisch, fragte nach den Getränkewünschen, blieb neben Maya stehen und bat zaghaft darum, sie einmal umarmen zu dürfen. Es war wie so oft: Die Menschen suchten und fanden etwas in ihr, was sie sich einfach nicht erklären konnte. Sie war doch einfach nur groß. Sie hatte bisher nichts Besonderes geleistet. Egal wie sie es drehte und wendete, egal was man ihr dazu erklärte, sie störte sich daran und würde es wohl immer tun. Trotzdem stand sie auf, bückte sich vor der Frau, ihrem Kleid dabei Rechnung tragend, und umarmte die Servicekraft. „Danke Maya! Du bist toll!" Die Frau wandte sich an die übrigen Gäste, entschuldigte sich und versprach, sofort die Getränke zu bringen. Saskia war voller Neid. Sie verstand Maya in diesem Punkt nicht. Sascha aber klärte sie nur allzu gerne auf: „Du findest außerhalb deiner eigenen vier Wände kaum einen Ort, an dem du mal Ruhe hast. Wir sind letztens in den Westfalenpark gegangen, um zu entspannen. Da gibt es Liegen, auf die du dich legen kannst. Richtig cool. Haben für mich Decken mitgenommen, Maya braucht ja so einen Kram nicht. Lagen fünf Minuten da, Sonnenbrillen auf der Nase und dann...", er zeigte deutlich seinen Frust. „Ein kleiner Junge kam angelaufen, sah sie an, kurz darauf zupfte er an ihrem Ärmel. Ab diesem Punkt ging es eine Stunde ununterbrochen ...
... weiter. Maya lässt es über sich ergehen, kommt den Wünschen der Leute nach, aber sie ist danach maximal genervt. Sonne gibt es da nicht mehr für uns. Wir gehen abends aus oder bleiben ständig in Bewegung. Falk hat schon recht. Aber einsperren kann sie sich halt auch nicht." Mayas Handy klingelte erneut. Jeane! Sofort stand sie auf, ging beiseite und hörte noch im Hintergrund, dass Sascha richtig geraten hatte. „Happy, happy Birthday Love!", vernahm sie die Stimme ihrer Freundin. „Are you travelling again?", fragte Maya besorgt. „You wanted to take a break!" Jeane reagierte gerührt. „You look after me! It's so nice that you exist, Maya! Look here! This is Tim! My brother. He drives me to friends' houses so we can party together. It'll be fun and I can switch off." Maya war erleichtert. „Okay! I'm glad to hear that. Take care of yourself! Promise me that!" „Show me your friends and family! I want to get to know them all. Just a few minutes, then you can get on with the party." Maya sah besorgt auf das Display. Aber Jeane schien wirklich entspannt, und sie konnte verstehen, dass die Freundin auf diese Weise ein kleines Stück bei ihnen sein konnte. So ging sie zu Vater und Mutter, die Jeane freudig begrüßten, dann zu Elif und Ahmet, ihre türkischen Eltern, wie sie zu deren Freude beteuerte. Anschließend waren Sandra und Lars an der Reihe, die Maya mit wenigen Worten vorstellte. Die Nächste war Saskia, die mit großen Augen auf das Display starrte und kein Wort ...