-
Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... mit meiner Familie und Freunden am Kanal, wollten was essen, trinken und schwimmen gehen, da tauchten ein paar Typen auf, denen ich Geld geschuldet habe. Klug wie ich bin, hab ich vorher in der Billardhalle noch zum Besten gegeben, wo ich zum Chillen hin wollte." Er sah nachdenklich zu Maya rüber. „Die Typen haben Mehmet..., das ist die Kante, die da steht, und Jakub, Zeyneps Süßer, ziemlich aufgemischt. Ich habe ihnen gerade noch standgehalten, aber wenn ich ehrlich bin, hätten sie mich wohl früher oder später geschafft. Na ja, schaut euch einfach das Video an, dann wisst ihr, warum Knolle zu der Polente gehen muss! Ist von den Bullen, wir mussten versprechen, es danach wieder zu löschen. Gruß von Frau Gollwig, Maya!" Maya sah mit hochrotem Kopf, wie sie einen der Schläger umhechtete, den zweiten im hohen Bogen in den Kanal warf, wo er eine riesige Wasserfontäne aufwarf, und sich mit dem dritten einen Schlagabtausch lieferte, bis dieser endlich aufgegeben hatte. Sie hörte eine helle Mädchenstimme schimpfen, es war wirklich mal die ihre gewesen. Ihr Blick wanderte über die Freunde, die in diesem Moment das Video sahen und das, was gezeigt wurde, nicht verstehen konnten. Sie hatten Maya ganz anders kennengelernt. Serkan übernahm wieder und dankte seinem Cousin für die meisterliche Moderation. Can lächelte in Mayas Richtung und zog sich wieder zurück. Auch er schien mit dem Rückblick zu kämpfen. „Es gibt weitere Geschichten. Sascha hätte so eine zu erzählen, bei ...
... Manfred wären es zwei, vielleicht gibt es weitere, die wir gar nicht kennen. Maya würde sie selbst niemandem berichten. Sie empfindet sie als peinlich und macht allein ihr Syndrom dafür verantwortlich. Doch dem ist nicht so." Er machte eine Pause. Manfred hatte für Tim und Jeane eine Übersetzung mitlaufen lassen, die jetzt gehakt hatte. „Es ist ihre Loyalität, ihre Gutmütigkeit, ihre Treue und Liebe, die dafür sorgen, dass sie zur Stelle ist, wenn man sie braucht. Kein Syndrom der Welt könnte das." Er wandte sich zu ihr um. „Und ich hoffe, ich erlebe den Tag, an dem sie das verstanden hat." Die Freunde klatschten, während Maya einfach nur mit hochrotem Kopf dastand und nicht wusste, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Es war Can, der den Huldigungen ein Ende setzte und meinte, dass man erst mal was essen sollte. Er schob sich direkt nach seiner Ansage einen Hähnchenschenkel in den Mund. Jeane und Tim schwiegen, sahen immer wieder zu Maya rüber, die noch immer ihren Blick auf die helle Fläche der Beamerprojektion gerichtet hielt. Es war eine nette Geste gewesen, sehr nett sogar. Zumal die Freunde sich noch um Fotos und Eindrücke von Freunden und Bekannten bemüht hatten. Dennoch. Sie fühlte sich bloßgestellt. Sie hatte nicht gewollt, dass Saskia, Thomas oder Marlene so etwas zu sehen bekamen, und schon zweimal nicht Jeane und ihr Bruder. „Sorry Jeane! I didn't want that to be shown. It was meant kindly, but I'm not that monster..." Jeane blickte zu ihrer riesigen ...